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Date Posted: Sun, April 19 2009, 14:13:14
Author: fiddlersblack
Subject: Re: Sicherlich herstellbar,
In reply to: Τάνταλος 's message, "Re: Sicherlich herstellbar," on Sun, April 19 2009, 5:53:51

Amen, Bruder!

Mit Chewbaca-Verteidigung hat das wenig zu tun, es ging auch nicht um zwei konkurrierende Medikamente, da das Konkurrenzpräperat ja nie auf den Markt geworfen wurde (höchstens latente bzw. Konkurrenz in der Entwicklung).

Ich erkläre jetzt nich WARUM das keine Chewbaca-Verteidigung war, die Intention, warum ich das Bsp anführte wird denke ich in meinem letzten Post hinreichend deutlich.


Du argumentierst, dass der Markt hier nicht funktioniere, da

1) Die Nachfrage keine Rolle spiele bedingt durch:

a)Diverse Verwendung der Mittel

b)Marktverzerrende Subventionierung (Krankenkassen)

c)Oligopolstruktur des Pharmamarktes

2)Sich diese Praxis _volkswirtschaftlich_ rentiert


Zu 1)a)

Ich denke, hier liegt ein verschiedener Grundgedanke vor: Ich gehe nicht davon aus, dass ein "Cocktail" bereits vorhandener Mittel, die bereits eingesetzt werden, für eine andere Indikation zugelassen werden, sondern dass ein eigenes Präperat zu diesem Zwecke entwickelt und vermarktet wird.

Und dann ist es egal, ob die Mittelchen auch woanders drin sind: Das Selbstmordmedikament muss dennoch eigenständig hergestellt werden.
(Gut vllt ist deine Variante _realistischer_ aber das lasse ich mal so stehen ^^)

Zu 1)b)

Du hast es selbst erwähnt: Krankenkassen zahlen "gewisse" Medikamente.

Dazu gehört eben nicht inhalatives Insulin (Es sei denn du weist nach warum du dir keine Spritze geben kannst) und ganz sicher kein Präperat dass dich umbringen soll.

Der Marktverzerrende Eingriff der Krankenkassen dürfte hier wohl nicht zutreffen.

(Zumal man sich diese Eine Dosis ja wohl leisten kann... - is ja gar nicht so teuer - hast du ja schon ausgeführt:

"Diese Mittel müssten auch gar nicht erst eine kostenintensive Forschungs- und Entwicklungsphase durchlaufen, da sie bereits als Narkose-, Schmerz-, Epilepsie- und sonstige Mittel eingesetzt werden.")

Ich glaube eher an das Gegenteil: Wird etwas aufgrund geringer Nachfrage (siehe meine Argumentation zu 1)a)) in geringem Umfang produziert steigen die Stückkosten, da die Produktions, Vertriebs etc Kosten auf weniger Produkte umgewälzt werden.
Insbesondere wenn die Marktstruktur so starr und wettbewerbsfeindlich ist wie im Pharmageschäft, und die Nachfrage zwar gering aber bis zu einem gewissen Grad als konstant zu betrachten ist.



1)c)

Das stimmt. Allerdings müssen auch wenige Oligarchen Gewinn machen. Wenn Punkt b) nicht zutrifft muss das Produkt rentabel sein. Oder glaubst du die Konzernchefs machen da ne Ausnahme - sozusagen als altruistische Geste? xD


2)

Mag sein, dass aktive Sterbehilf sich volkswirtschaftlich, d.h. für den Staat und die Krankenkassen rentiert.

Wir reden hier aber über Pharmaunternehmen.
Und man verdient an einem Lebenden doch immer mehr als an einem Toten, oder? xDD
(Egal was er schluckt... obs gegen Krebs oder gegen Aids ist, obs Psychopharmka oder Beruhigungsmittel sind... hauptsache das Zeug kommt weg)



so long

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