Click here for an easy and free way to help protect endangered habitat at The Rainforest Site! Non-profit ad by Voyager
VoyForums
Oklahoma Disaster Relief










American Red Cross
Together, we can save a life


See Kare11.com's page for more ways to contribute.

VoyForums Notice -- Quick Contributions:
Donate $10 to the Red Cross: Text the word REDCROSS to 90999
Donate $10 to the Salvation Army: Text the word STORM to 80888
* The charge will appear on your cellphone bill.


VoyUser Login optional ] [ Contact Forum Admin ] [ Main index ] [ Post a new message ] [ Search | Check update time | Archives: 123456789[10] ]


[ Next Thread | Previous Thread | Next Message | Previous Message ]

Date Posted: 17:19:21 08/06/02 Tue
Author: ASA
Subject: Re: Der Plan. Welcome, Imperialism
In reply to: Sukia 's message, "Der Plan" on 19:40:30 08/05/02 Mon

Der 11. September war "der Tag, nach dem alles nichts mehr so sein würde wie es einmal war". Eigentlich, so könnte man meinen, eine Schreckensformel ausschließlich für Konservative. Zynismus beiseite, diese Formel trifft es nicht genau, jedoch steckt in ihr eine kleine Wahrheit. In der Ausgabe der ZEIT vom 23. August 2002 war ein Artikel des Politologen Jeddediah Purdy erschienen ("Wir und die anderen"), dessen Aussage auf eine Entschuldigung der Amerikaner abzielt, sie merkten nicht, wie imperialistisch sie sich tatsächlich gebärdeten, vielmehr sei eine immer noch naive Weltsicht zwischen Gut und Böse Schuld an der Einmischung in sämtliche Konflikte der Welt. Nun denn, ein Kollateralimperialismus?
Zynismus bei Seite! Purdy entschuldigt nicht, sondern warnt vor der Entwicklung nach dem 11. September, ohne tatsächlich zu wissen, was keine drei Wochen später passieren würde. Fahnenschwenkende und beinahe ebenso religiös verdrehte "Patriots" aus den USA untermauern die Unterstellung der Naivität im politischen Verständnis des durchschnittlichen US-Amerikaners. Die Bush-Administration kann erst auf dieser breiten Welle des mächtigen Patriotismus Konflikte in aller Welt zum innenpolitischen Thema machen und weiß im Konflikt mit anderen Parteien eine starke Mehrheit hinter sich. Eine perverse Mehrheit. Denn was sich nach dem 11. September in den USA abgespielt hat, gleicht einer Gleichschaltung Erster Klasse. Medien, Hollywood und Parteien schwören die Bevölkerung auf Krieg ein. Der Patriot Act erzwingt die Unterstützung jedweder Aktion der Regierung. Recht und Gesetz waren einmal, Militärtribunale sollen "Täter" ihrer Gerechtigkeit zuführen. Wenn mir jemand das alles erzählen würde, ich glaubte, die Rede sei vom Sudan, Nordkorea oder dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland. Nein, um Himmels Willen, es handelt sich dabei tatsächlich um die USA!

Zynismus beiseite! Nie hatte eine US-Administration so große Chancen, die Welt in einem so großen Ausmaß zu beherrschen wie heute. Noch nie war ihr Militärbudget so groß wie heute, das so groß ist wie das der neun folgenden Länder zusammen. Der 11. September ist allein schon deswegen ein Fanal, weil sich die USA tatsächlich anschicken, ihren Willen von nun an militärisch viel nachhaltiger durchzusetzen als früher. Und das langweilige daran ist: es kann sie niemand stoppen. Zu Kolonialisieren ist eine viel zu aufwändige Maßnahme, Satelliten und Vasallen zu schaffen schon viel effizienter. Der Imperialismus ist wieder da! Das Öl kommt aus Arabien, Gold, Diamanten und rüstungswichtige Vorkommen aus Afrika, Geld und Know-How aus Europa. Die Navy Seals besetzen eine Silikatmine im Kongo, die Army bezieht Stützpunkte in Georgien, Usbekistan und arbeitet einen Plan zum Einsatz "kleinerer Atomwaffen" aus... um Höhlen zu sprengen. Soviel überlegene Arroganz war selten und hat bisher immer zum Ende eines Imperiums geführt. Nur dieses mal könnte das Ende eines Imperiums auch das Ende der Welt bedeuten. Bush darüber aufzuklären ist vermutlich ein hoffnungsloses Unterfangen. Selbst wenn er sich gegen diese Politik entscheiden würde, ein Baum, an welchem eine tödliche Dienstfahrt enden könnte findet sich immer.

Zynismus beiseite! Die USA machen sich der Verschwörung allein deshalb schon verdächtig, weil die Angaben über Attentäter und Beweise, den Kriegsverlauf und weitere Aktionen permanent variieren. Ein paar Beispiele: die Tasche, die später als die Reisetasche von Mohammed Atta identifiziert wurde, wurde den ersten Meldungen nach in einem Auto im Bostoner Flughafen gefunden, mit einem kopierten Koran, Flugschulbüchern und Al-Qaida-Terrorhandbüchern in arabischer Sprache sowie Abschiedsbriefen an Muttern. Auf einem später veröffentlichten Foto trug Atta aber genau diese Tasche durch die Sicherheitsschleusen von Portland. Der SPIEGEL schrieb, die Tasche hätte auf den Flug Boston-WTC wegen der Verspätung der Portland-Boston-Maschine nicht mehr verladen werden können. Und wer hat die Tasche dann mal eben ins Parkhaus geschleppt, in einen gemieteten Wagen gelegt und sich nebenbei mit einem Fluggast um einen Parkplatz gestritten? Warum wird Osama Ben Ladin des Verbrechens vom 11. September schuldig gemacht, wenn er vom FBI gar nicht deswegen gesucht wird? Auf der Homepage vom FBI wird ihm lediglich der "Aufruf zum Mord an US-Amerikanern im Ausland" zur Last gelegt und das ist kein Versäumnis der Aktualisierung weil die Suchprofile anderer Terroristen aktualisiert wurden. Und New York liegt in den USA, davon gehe ich zumindest aus, Boston auch.



Das klingt alles zugegebenermaßen wie die Fortsetzung von "Wag the Dog". Das eigentlich fatale daran ist, dass viele nach dem Film nickend zustimmten: das ist den US-Behörden zuzutrauen -und viel mehr! Nach dem 11. September kam der Schock und Wag the Dog war plötzlich ganz weit weg. Wirklich? Das Pentagon dementierte heftig eine Desinformationskampagne die, so die Presse, gezielt die Unterstützung der US-Poliik erzeugen sollte. Wer eine solche Katastrophe wie die vom 11. September nicht zu verhindern weiß (mit einem CIA-Budget, das den Staatshaushalt einiger Länder übertrifft) und ein paar Tage später sämtliche Attentäter "identifiziert" hat, behält bestimmte Wahrheiten für sich.

Solange es aber dem Zweck dient, aus einer Opferrolle heraus eine Vorherrschaft zu zementieren, mag das geschickt oder sogar klug sein. Ungeschickt und unklug ist aber leider die Performance der US-Administration, die es mal wieder über die alte Schiene des Hasses und des Nationalismus ("Patriot Act") versucht. Wir gegen den Rest der Welt? Es sieht so aus. Und genau das erinnert mich an Nationalsozialismus und Schurkenstaat.

[ Next Thread | Previous Thread | Next Message | Previous Message ]


Replies:



VoyUser Login ] Not required to post.
Post a public reply to this message | Go post a new public message
* HTML allowed in marked fields.
Message subject (required):

Name (required):

  Expression (Optional mood/title along with your name) Examples: (happy, sad, The Joyful, etc.) help)

  E-mail address (optional):

* Type your message here:

Choose Message Icon: [ View Emoticons ]

Notice: Copies of your message may remain on this and other systems on internet. Please be respectful.
The Voy.com User Agreement applies to all visitors.

[ Contact Forum Admin ]


Forum timezone: GMT+1
VF Version: 2.94, ConfDB:
Before posting please read our privacy policy.
VoyForums(tm) is a Free Service from Voyager Info-Systems.
Copyright © 1998-2012 Voyager Info-Systems. All Rights Reserved.