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Date Posted: 02:36:09 12/28/01 Fri
Author: Morgenmuffel
Subject: Zusammenfassung und offene Fragen: Hypothermie / Erfrieren

Erfrieren / Hypothermie


http://freitodforum.de/archiv/msg/389.html

- Erfrieren im Dorfteich
- Vermutung, dass es sich bei dieser Methode um eine schmerzlose Art sei, verbunden mit Halluzinationen
- Hinweis auf drohende Amputationen, wenn man zu früh gefunden wird
- Kommentar: Vermutung wenig überzeugend, Amputation als Folge bei Misserfolg vorstellbar



http://freitodforum.de/archiv/msg/11166.html

- Erfrieren in einer Gefriertruhe (- 10 Grad)
- Gefahren:
a) Panik in der Dunkelheit
b) eher ersticken als erfrieren, außer die Truhe hat ein Luftwechslersystem
- Ist von innen ev. nicht zu öffnen, da innen ein geringerer Druck herrscht als außen
- Reanimationen oft nach langer Zeit noch möglich (die Zeitspanne schrumpft allerdings mit abnehmender Temperatur)
- Hinweis auf extrem starke Schmerzen, angeblich kein friedliches Einschlafen, sondern Bewusstlosigkeit nur aufgrund der starken Schmerzen
- Kein schneller Tod
- Vermutung, dass man durch Alkohol und Medikamente dafür sorgen könnte, dass die Folgen der Kälte nicht zu grausam werden
- Kommentar: ohne Quellenangaben



http://freitodforum.de/archiv/msg/15019.html

- Medikamentendosierung, um dabei zu schlafen: 8 Rohpynol
- Kommentar: ?



http://freitodforum.de/archiv/msg/11900.html

- Medikamentendosierung: 1 – 2 Tabletten gegen Übelkeit, 30 Min. später 2 Stangyl (stark beruhigend) und 2 Mareen 50 (angstlösend) mit etwas Alkohol (verstärkt angeblich die Wirkung; nicht zu viel, damit die Tabs nicht wieder hochkommen); Temperaturangabe: 0 bis –5 Grad
- Sicherheitshalber Kleider nass machen
- Kommentar: Temperatur erscheint mir zu gering, o.Qu.



http://www.voy.com/12390/3/15885.html

- empfohlen: nasse Kleidung, Wasser an die Stelle mitnehmen
- Alles im allem dauert es, wenn es wirklich -15 Grad ist, mind. 20 min.(bei trockener Nacktheit bis zu eineinhalb Stunden) kann sich aber bis zu einer dreiviertel Stunde (im ungünstigsten Fall) hinziehen.

- Allgemein werden drei Phasen der Unterkühlung unterschieden:

Phase I (Abwehrphase): Kerntemperatur 37°-34° C
Zittern, Gänsehaut, erhöhte Atemfrequenz, erhöhter Pulsschlag, gesteigerter Blutdruck

Phase II (Erschöpfungsphase): Kerntemperatur 34°-31° C
Puls- und Blutdruckabfall, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Muskelstarre, Herzrhythmusstörungen, Gliederschmerzen, Angst- und Engegefühl

Phase III (Lähmungsphase): Kerntemperatur 31°-22° C
Nachlassen der Schmerzen, Hirnschwellung (Oedem), Reflexlosigkeit, Atemstillstand, Herzstillstand, Tod
- Kommentar: detaillierte Infos, o.Qu.
- Die Phasengliederung hab ich nachträglich gefunden bei www.taucher.net



http://www.voy.com/12390/4/15396.html

- Idee, sich an einen Baum zu ketten, um die Aktion nicht abzubrechen
- sinnvoll sind noch Antiemetika & evtl. schwere Schmerzmittel, da abfrierende Gliedmaßen doch einigermaßen schmerzhaft sind
- aufpassen, dass sich das Wetter nicht ändert, denn man kann mit einer Dauer von mind. 24 Stunden rechnen. Es gab einige Bergsteiger, die nach Tagen erst gefunden wurden und noch reanimiert wurden bei 23 Grad Kerntemperatur.
- Kommentar: wichtig zu wissen, o.Qu.



http://freitodforum.de/archiv/msg/12481.html

- Zum Thema Finden bleibt zu sagen, das ein stark unterkühlter Körper natürlich bestens reanimiert werden kann, da mit Absinken der Körpertemperatur, auch der Stoffwechsel eingeschränkt ist. Das bedeutet, wirst du reanimiert, behältst du wenigsten keine bleibenden Schäden.
- Kommentar: ?



http://www.taucher.net/redaktion/5/show.html?topic=1

- Bewegung, z. B. durch verstärkte Schwimmbewegung, fördert die Wärmebildung nur vorübergehend
- die peripheren Blutgefäße erweitern sich unter Alkoholeinwirkung, so dass vermehrt Wärme abgegeben wird
- Bricht man den Suizid ab, weil man nicht durchhält (soll ja auch vorkommen), empfehlen sich folgende Maßnahmen: nasse Kleidung entfernen / Wärmezufuhr, z. B. Decken; warme, leicht gezuckerte Getränke (nicht alkoholisch) / Unterbleiben sollte auf jeden Fall das Massieren oder Reiben von unterkühltem Gewebe, da dies das Gewebe nur weiter schädigt!



http://www.anr.de/anr_online/richtlinien/rl_cold_com_kb.html

- gymnastische Übungen: Gefahr der Vermischung von warmem Kernblut mit kaltem Schalenblut. Das Strecken gebeugter Beine kann bereits die Körperkerntemperatur von 30 °C auf 27 °C absinken lassen



http://oegahm.uibk.ac.at/do_fachi/AkzidentelleHypothermieImGebirge.pdf

http://www.iglu.ch/hypothermie/unterkuehlungmain.html

- Jeweils sehr detaillierte aber verständliche und gut gegliederte Informationen zur Hypothermie



http://www.notfallpflege.ch/Text/Hypothermie.htm

- Durch das Verdampfen der Feuchtigkeit nasser Kleidung wird dem Körper Wärme entzogen
- Unterkühlung fördernde Faktoren u.a.: Verletzungen, Erschöpfung, Alkohol, Nikotin, Medikamente
- Detaillierte Infos zum Kern-Schalen-Prinzip, kurze Info über Hirnschäden



http://ash.xanthia.com/methodsxlations/deutsche.html

- Dauer: einige Stunden. (Vorsicht, man kann sogar nach mehreren Stunden reanimiert werden: ev. Gehirnschäden.)
- Empfohlene Temperatur: mind. -10 C
- Zuverlässigkeit: gut
- Maßnahmen; Kleider nass machen, viel trinken, Wetterbericht beachten (man braucht viel Zeit)



Abschließende Zusammenfassung:

- auffallend bei der Methode: viele Vermutungen, wenig gesicherte Infos
- Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es klappt durch: Naßmachen der Kleidung, so anketten, dass Bewegung noch möglich ist, versuchen schon vorher in einen Erschöpfungszustand zu geraten
- Dafür sorgen, dass man ausreichend Zeit hat und niemand einen zu früh findet (Wetter!)



Offene Fragen:

Wer hat zuverlässige Angaben (aufgrund seiner med. Ausbildung oder mit Nachweis einer fundierten Quellenangabe bitte) zu folgenden Punkten:
- bei Misserfolg: drohen Amputationen erfrorener Gliedmaßen – ja oder nein? Wenn ja, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Wie sieht es konkret mit Hirnschädigungen aus? Beide Fragen beziehen sich a) auf das Erfrieren im Freien und b) auf das Erfrieren im Wasser
- Widersprüchlich auch: ist es schmerzhaft oder nicht? Wird man tatsächlich nur bewusstlos aufgrund der Schmerzen oder schläft man nach einer Weile ruhig ein, wie es von vielen vermutet wird?
- Wie sind die medikamentösen Tipps zu beurteilen?
- Was kann man sonst noch machen, um die Methode sicherer zu machen? Was ist von folgenden ( angeblich) „unterstützenden Maßnahmen“ zu halten: viel trinken, Aspirin (zur Blutverdünnung), Nikotin,
- Die Zeitangaben schwanken ebenfalls sehr stark.



Persönliche Einstellung:

- aufgrund eines erlebten Fehlversuches vor über 20 Jahren schrecken mich Faktoren ab, die man nicht beeinflussen kann wie: Zeit gekoppelt mit einem unvorhersehbaren Wetterumschwung (gerade in den Bergen, berühmtberüchtigt: der Föhn in den Alpen) sowie Spaziergänger, möglichst noch mit neugierigen Hunden. Bilder von Erfrierungen sind ebenfalls nicht „verlockend“. Im Gegensatz zu der Zeit vor meinem Versuch gehe ich nicht mehr selbstverständlich davon aus, dass alles auch so funktioniert wie ich es mir vorstelle und dass überhaupt nichts dazwischen kommen kann. Daher ist es für mich jetzt einfach auch wichtig mich damit auseinander zu setzen, was passieren könnte, wenn tatsächlich wieder etwas geschieht, das ich nicht mit einkalkulieren konnte. Komme ich dann mit den Folgen klar?
- Obwohl mir die Methode zu unsicher ist, spüre ich doch immer wieder den (meiner Meinung nach naiven) Drang, einfach nur loszumarschieren in die Eiseskälte, in die Erlösung. Was steckt dahinter? Vielleicht der Wunsch, alles einfach hinter mir zu lassen, diesmal auch räumlich konkret erlebt.

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