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Date Posted: 23:11:00 07/10/11 Sun
Author: Zarathustra
Subject: Also...

Nahtodhalluzinationen. 3. Auflage vom 06.10.2010 von prometheus.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition der NTE

3 Philosophisches System

4 Medizinische und Naturwissenschaftliche Erklärungen einzelner Aspekte
4.1 Tunnelerlebnis
4.2 Außerkörperliche Erfahrungen
4.3 Gefühl der Glückseligkeit
4.4 Erscheinungen
4.5 Lebensrückblende

5 Empirisch quantitative Untersuchungen des Phänomens

6 Literaturverzeichnis



1 Einleitung

Wer heute den Begriff "Nahtoderfahrungen" in eine der Suchmaschinen eingibt oder nach Büchern zu diesem Thema bei Online-Händlern sucht, sieht sich einer überwältigenden Flut an esoterischer und populärwissenschaftlicher Literatur sowie esoterischen und populärwissenschaftlichen Beiträgen konfrontiert, worin behauptet wird, dass die Wissenschaft herausgefunden hätte, dass es ein "Leben nach dem Tod" gäbe. Kritische Beiträge und Werke lassen sich nur durch eine entsprechende Kombination der Suchbegriffe oder gezielte Suche nach einschlägigen Autoren finden. Hierzu ist es wichtig zu wissen, wie Suchmaschinen aber auch Märkte, im speziellen Fall der Büchermarkt, funktionieren. Es gelangen natürlich nur jene Beiträge und Seiten in die Top-Positionen der Suchmaschinen, die sich einer gewissen Popularität erfreuen. Für die allermeisten Menschen ist der Glaube an "ein Leben nach dem Tod" eine wichtige Grundvoraussetzung ihres Weltbildes. Dementsprechend werden Beiträge, Bücher und Internetseiten, die diese Illusion unterstützen, auch häufiger aufgerufen, und landen somit weiter oben im Ranking. Zusätzlich sorgen Verlinkungskartelle, die Einrichtung mehrerer themengleicher Seiten, die aufeinander verweisen, und andere Tricks für ein Hochpushen dieser Seiten. Entscheidend ist jedoch die Popularität der NTE-Hypothese vom "unendlichen Bewusstsein". Gleiches gilt natürlich auch für den Büchermarkt. Mit NTE-kritischen Büchern lässt sich kein Geld verdienen und viele Wissenschaftler haben auch kein Interesse daran, sich mit einer Materie auseinanderzusetzen, die sie für bedeutungslos halten. Auch aus diesem Grund sind kritische Fachbeiträge zu diesem Thema schwer zu finden. Im Internet wird sozusagen von fachunkundigen Laien über diese Materie abgestimmt. Doch in den Wissenschaften kommt es nicht auf die Quantität sondern auf die Qualität an. Dem unvorbereiteten und interessierten Laien stellt sich nun ein vollkommen verschobenes Bild vom aktuellen Stand der Nahtodforschung dar. Dieser Beitrag soll helfen, dieses Bild wieder etwas zurecht zu rücken.



2 Definition der NTE

Seit den 70'er Jahren ist im Zusammenhang mit dem medizinischen Fortschritt und der Möglichkeit, immer mehr Patienten in Todesnähe zu retten, der Zweig der Nahtodforschung entstanden. Ein bekannter Klassiker auf diesem Gebiet ist der Bestseller "Life After Life" des US-Psychiaters Raymond Moody. In diesem Werk beschreibt Moody den Ablauf idealtypischer Nahtoderfahrungen, an dem ich mich in meinem Aufsatz orientieren werde. Kritiker werfen Moody vor, lediglich ein Konstrukt, bestehend aus verschiedenen Einzelaspekten, entworfen zu haben, welches so in seiner Gesamtheit in der Realität eher selten auftaucht. Im vierten Kapitel werde ich folgende Aspekte der NTE untersuchen: Tunnelerlebnis, Außerkörperliche Wahrnehmung, Gefühl der Glückseligkeit, Erscheinungen, Lebensrückblende.



3 Philosophisches System

Entscheidend für die Interpretation der Nahtodforschungsergebnisse ist, in welchem philosophischen Kontext sie stattfinden. Nur unter der Annahme, dass es eine Realität gibt (ontologischer Realismus) und diese Realität auch weitestgehend erkennbar ist (epistemologischer Realismus), machen Aussagen darüber, ob Nahtoderfahrungen die Existenz einer "unsterblichen Seele" beweisen würden, Sinn. Würde ein ontologischer Realismus zusammen mit einem epistemologischen Idealismus vorausgesetzt werden, also eine realexistierende Welt, die aber für den Menschen nicht erkennbar wäre, wären solche Aussagen über NTE sinnlos. Dies ist beispielsweise der Fall im Radikalen Konstruktivismus. In diesem System wird davon ausgegangen, dass die Welt, die wir wahrnehmen, ein bloßes Konstrukt des Gehirns ist, welches in einer realen Welt existiert, die für uns unerfahrbar ist (Roth, 1994, S. 314ff.). Einen Schritt weiter geht der Solipsismus, der sowohl einen ontologischen als auch epistemologischen Idealismus postuliert. In einem solchen System existiert also nur ein 'Ich', das sich seine eigene Welt konstruiert. In diesem Fall wären mittels der Wissenschaften natürlich auch keine darüber hinausgehenden Erkenntnisse möglich. Im Folgenden wird also von einem weitestgehenden ontologischen und epistemologischen Realismus ausgegangen. Kleinere Abweichungen, wie etwa der Umstand, dass es in der Natur keine Farben, sondern nur elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Frequenz und Länge gibt, die erst im Gehirn zu einem Farberlebnis konstruiert werden, müssen in Kauf genommen werden.



4 Medizinische und Naturwissenschaftliche Erklärungen einzelner Aspekte

4.1 Tunnelerlebnis

Eines der ersten Phänomene einer NTE ist das Tunnelerlebnis. Hierbei hat die sich in Todesnähe befindende Person oft das Gefühl, sich durch einen dunklen Tunnel auf ein helles Licht hinzu zu bewegen. Esoteriker sehe hierin so eine Art Transitverbindung ins Jenseit. Es gibt dafür aber auch andere Erklärungen.
Die Netzhaut des Auges reagiert besonders empfindlich auf Sauerstoffmangel. Dabei nimmt die Blut- und Sauerstoffversorgung hin zu den Randbezirken der Netzhaut stetig ab. Tritt nun eine Mangelversorgung der Netzhaut beispielsweise durch einen Kreislaufstillstand ein, so reduziert sich die visuelle Wahrnehmung zunehmend auf das Zentrum der Retina, während sie hingegen in den Randbezirken abnimmt. Es kommt zum Auftreten des Tunneleffekts (Woerlee, 2005, http://www.unholylegacy.woerlee.org/tunnel-of-light.php).
Eine weitere Erklärung betrachtet die Störungen im visuellen Cortex in Todesnähe (Blackmore, 1993, S. 67ff.). So können Sauerstoffmangel, extremer Stress, Drogen wie LSD und andere Auslöser eine Disinhibition in verschiedenen Hirnarealen bewirken, die mit einer zeitweise verstärkten Aktivität bis hin zum durch Sauerstoffmangel bedingtem Ausfall dieser Areale führen.
Eine Disinhibition bewirkt zunächst ein verstärktes "Feuern" der Gehirnzellen. Dies führt im visuellen Cortex zur Wahrnehmung eines hellen Lichtes. Da im Zentrum der Netzhaut mehr Sehzellen enthalten sind als in der Peripherie, bedeutet dies, dass dementsprechend auch im visuellen Cortex mehr Gehirnzellen für die Wahrnehmung im Zentrum vorhanden sind. Nach vorübergehender Überaktivierung der Neuronen im Sehzentrum des Gehirns bewirkt der Sauerstoffmangel schließlich ihren sukzessiven Ausfall, wobei die Auswirkungen in der Peripherie stärker als im Zentrum sind, wo eine höhere Zelldichte herrscht. Hiedurch entsteht das Erlebnis eines pulsierenden hellen Lichtes am Ende des Tunnels, jenem bekannten Tunnelerlebnis.


4.2 Außerkörperliche Erfahrungen

Ein weiterer Aspekt der NTE sind die außerkörperlichen Erfahrungen. Hierbei sieht sich die Person in Todesnähe außerhalb ihres Körpers, beispielsweise oberhalb des OP-Tisches oder Unfallortes schweben und kann angeblich sämntliche Handlungen der umgebenden Personen miterleben.
Esoteriker sehen hierin den 'Astralkörper' bzw. 'Ätherkörper' beim zeitweisen Verlassen des physischen Körpers. Erstaunlicherweise kann dieser zweite Körper alles wahrnehmen, also sehen und hören, was um ihn herum geschieht, jedoch können die umstehenden Personen ihn nicht sehen und hören. Dieser Körper kann auch durch Materie hindurchgreifen oder durch Wände gehen.
Bezüglich der Beschaffenheit dieses zweiten Körpers gibt es zwei Theorien. Die eine besagt, es handle sich dabei um einen feinstofflichen Körper, die andere geht davon aus, dass dieser Körper nicht-physisch sei, womit nicht nur gemeint ist, dass er nichtmateriell sei, sondern auch nicht den Gesetzen der Physik gehorche. Wäre dieser zweite Körper nun feinstofflich, so könnte er auf physikalisch-herkömmliche Weise mit der Umwelt interagieren. Dies würde einerseits erklären, wieso er sehen und hören könnte, aber andererseits nicht, weshalb die umgebenden Personen ihn nicht sehen und hören könnten. Beim Auftreffen von Licht auf die Netzhaut dieses 'Ätherkörpers' würde ein Teil des Lichtes reflektiert und resorbiert werden. Also müsste auch die Netzhaut dieses zweiten Körpers für andere Personen sichtbar sein. Die Fähigkeit, dieses feinstofflichen Körpers zu hören, setzt voraus, dass er aus einer soliden Masse besteht und Schallwellen, also Luftschwingungen, aufnehmen kann. Dann müsste er allerdings auch selbst Luftschwingungen und Schallwellen verursachen können, auch mit seinen Stimmbändern, und für andere hörbar sein. Auch könnte er als solider Körper nicht durch Wände gehen. Der Umstand also, dass dieser zweite Körper von anderen Personen in der Notaufnahme, im OP-Saal und am Unfallort nicht gesehen wird, schließt die Theroie vom 'feinstofflichen Körper' klar aus.
Bleibt also noch die Theorie vom nicht-physischen Körper. Da dieser Körper nicht den Gesetzmäßigkeiten der Physik unterliegt, ist er bereits nicht mehr Gegenstand der Naturwissenschaften und damit quasi nichtexistent. Der Substanzdualismus muss eigentlich, will er nicht identisch sein mit dem Materialismus/Physikalismus, regelmäßig davon ausgehen, dass dieser zweite Körper nicht-physisch ist. Dies entspricht im Grunde genommen auch Descartes Einteilung der Welt in res cogitans und res extensa, also quasi in Geist und Materie. Der Umstand der Geschlossenheit der physischen Welt, also die Möglichkeit, sämtliche Vorgänge des menschlichen Körpers aber auch der Welt mittels des Prinzips von Ursache und Wirkung in der res extensa anhand von Naturgesetzen zu beschreiben, macht die res cogitans und damit einen nicht-physischen Körper obsolet.
Die moderne Gehirnforschung liefert längst bessere Modelle zur Erklärung jenes Phänomens.
Hiernach lässt sich eine Unterscheidung in 'Proto-Self', 'Core-Self' und 'Autobiographical Self' vornehmen (Damasio, 2000, S. 174/175). So ist das 'Proto-Self' beispielsweise auf ständigen Input angewiesen, um ein adäquates Bild vom 'Ich' aufrecht zu erhalten. Fehlen diese Informationen, versucht das Gehirn, neue Modelle zu konstruieren. Dabei strebt es scheinbar nach einem am wenigsten beunruhigenden Modell. In seinem Vorwort zu 'Phantoms In The Brain' (Ramachandran, 2002) schreibt Oliver Sacks mit Blick auf Phänomene, wie etwa Phantomschmerzen in amputierten Körperteilen: "[...] he feels, quite normal defense mechanisms (denial, repression, projection, confabulation, and so on) such as Freud delineated as universal strategies of the unconscious when forced to accomodate the intolerable or unintelligible." Gleiches lässt sich über NTE schreiben: Das Unbewusste sucht nach der bestmöglichen Erklärung, um das Unvermeidliche nicht wahrhaben zu müssen. Dabei rekurriert es auf den Archetypus von der 'unsterblichen Seele'.
Das Gehirn ist also in jedem Augenblick bemüht, das bestmögliche Körpermodell zu konstruieren. Fehlen entsprechende sensorische Informationen, wie etwa in Todesnähe, so greift es auf andere Modelle zurück, nicht selten auf das Modell der 'Vogelperspektive'. Wenn wir uns beispielsweise an unseren Urlaub erinnern, an einen Spaziergang am Strand, so sehen wir uns meistens seitlich vom Festland her und sehen dieses Erlebnis nicht aus der Ich-Perspektive, sozusagen aus dem Kopf über beide Augen heraus. (Blackmore, 1993, S. 165ff.) Solche Modell scheinen für das Gehirn leichter konstruierbar zu sein. Weiterhin ist längst bekannt, dass absichtliche oder krankhafte Stimulation des Temporallappens zur außerkörperlichen Erfahrungen führen kann (Augustine, 2008, http://www.infidels.org/library/modern/keith_augustine/HNDEs.html#OBEs).


4.3 Gefühl der Glückseligkeit

Häufig berichten NTE'ler auch von einem Gefühl der Glückseligkeit und einem Eins-werden mit der ganzen Welt in Todesnähe. Dieses Phänomen lässt sich sehr leicht mit körpereigenen Drogen, den Endorphinen, die ähnlich wie Opiate wirken, und in Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet werden, erklären (Blackmore, 1993, 106ff.; Roth, 2003, S. 190ff.).


4.4 Erscheinungen

Ein weiteres Phänomen, welches von NTE-Anhängern gerne als Beweis angeführt wird, sind Begegnungen mit religiösen Figuren oder Verstorbenen in Todesnähe. Was in entsprechenden Publikationen jedoch oft verheimlicht wird, sind Begegnungen ganz anderer Art. So kann es durchaus vorkommen, dass den betroffenen Personen auch noch lebende Bekannte den Weg "nach drüben" weisen, oder sogar auch Comic-Helden, Figuren aus Computeranimationen, Pac-Man&Co. (Augustine, 2008, http://www.infidels.org/library/modern/keith_augustine/HNDEs.html#imagery). Dies alles wird natürlich in entsprechender Esoterikliteratur ungern zugegeben, weil sich dann die Frage stellen würde, ob nicht auch alle derartigen Erscheinungen bloß Halluzinationen sind.
Interessanterweise werden von den Vertretern der Hypothese vom "unendlichen Bewusstsein" nur jene Erscheinungen als echt bezeichnet, die ins Konzept passen, und andere als Halluzinationen abgetan: Also, wenn bei einer NTE Jesus erscheint, war es eine echte NTE, wenn jedoch Pac-Man auftaucht, kann es nur eine Halluzination gewesen sein. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine Rezension auf amazon.com. Dort behauptete eine katholische Leserin eines NTE-Buches, die beschriebenen Nahtoderfahrungen könnten nicht echt sein, da die Jungfrau Maria nicht erschienen war. Es ist längst bekannt, dass in den in Todesnähe erlebten Erscheinungen Figuren aus dem jeweiligen kulturellen und religiösen Kontext hineininterpretiert werden, genauso wie bei Halluzinationen. Tatsächlich gibt es bei einer objektiven Auswertung der Datenbasis keinen Unterschied zwischen den Erscheinungen während einer NTE und echten Halluzinationen.


4.5 Lebensrückblende

In vielen esoterischen und populärwissenschaftlichen Publikationen wird oftmals erwähnt, dass Personen während einer NTE ihr gesamtes Leben detailgetreu noch einmal hätten ablaufen gesehen. Genauere Untersuchungen zeigen allerdings, dass auch diese Lebensrückblenden nur bruchstückhaft sind. Hierbei handelt es sich offenbar um ein Durchlaufen des episodischen Gedächtnisses, welches möglicherweise durch eine stressbedingte Disinhibition entsprechender Hirnareale ausgelöst wird (Blackmore, 1993, S. 198ff.). Die kanadischen Neurologen Penfield und Roberts konnten durch elektrische Stimulation des Temporallappens bei Epilepsiepatienten solche Gedächtnisrückblenden und weitere Phänomene auslösen (Augustine, 2008, http://www.infidels.org/library/modern/keith_augustine/HNDEs.html#memories, Roth, 2003, S. 185).



5 Empirisch quantitative Untersuchungen des Phänomens

Entscheidend ist jedoch, dass die Hypothese von der NTE als Beweis für ein "unendliches Bewusstsein" quantitativ empirischen Untersuchungen nicht standhält.
In den bisher durchgeführten sechs Studien konnte diese Hypothese nicht gestützt werden. Der Grundaufbau dieser Studien bestand darin, dass in den Notaufnahmen und OP-Sälen verschiedener Krankenhäuser entweder Gegenstände versteckt, oder Zeichen bzw. Wörter auf versteckten Monitoren angezeigt worden sind, die nur eine Person außerhalb des Körpers, unterhalb der Decke schwebend, hätte sehen können. Da NTE'ler sich ja vermeintlich an jedes kleine Detail während so eines Ereignisses erinnern können sollen, sollte es für sie doch eine Kleinigkeit sein, auch diesen Test zu bestehen. Doch dem ist keinesfalls so. All diese Studien, darunter auch eine des NTE-Forschers Pim van Lommel, verliefen negativ. Freilich haben die Durchführer dieser Studien jede Menge Ausreden parat, weshalb die gewünschten Ergebnisse nicht eingetreten sind.

Folgende fünf Studien (Augustine, 2008, http://www.infidels.org/library/modern/keith_augustine/HNDEs.html#experiments) brachten keine Bestätigung:

1. Lutheran General Hospital in Park Ridge, Illinois (Holden and Joesten 46) von Janice Minor Holden, Mitte der 80'er.
2. Hartford Hospital, Connecticut von Madelaine Lawrence (1994), (M. Lawrence, personal communication, August 7, 2006)
3. Southampton General Hospital in the United Kingdom von Sam Parnia von August 1997 bis August 1998 (Parnia et al. 150; S. Parnia, personal communication, August 3, 2006)
4. Morriston Hospital, Swansea (UK) von Peter Fenwick und Religious Experience Research Centre (RERC) Director Paul Badham, Penny Sartori von Januar 1998 bis January 2003 (Sartori 34)
5. University of Virginia Health System Electrophysiology Clinic von Bruce Greyson, Janice Minor Holden, and J. Paul Mounsey von Januar 2004 bis July 2006

Selbst in der sechsten Studie, die von van Lommel in 2001 (van Lommel, 2001, http://www.stern.de/wissen/mensch/2-nahtod-erfahrungen-forschung-zwischen-leben-und-tod-1511460.html) durchgeführt wurde, konnte die NTE-Hypothese nicht bestätigt werden:

Ein Beweis ist das noch lange nicht. Dabei hatten Sie in Ihrer Studie versucht, einen Beleg zu erbringen.

Wir hatten in einem der Operationssäle oben auf den OP-Lampen Zeichen angebracht, ein rotes Kreuz oder einen grünen Kreis. Wir hofften, dass Patienten mit einer außerkörperlichen Nahtoderfahrung die Zeichen sehen und davon berichten würden. Doch leider hatte ausgerechnet in diesem OP-Saal kein einziger der wiederbelebten Patienten ein solches Erlebnis.



Wäre es nicht sinnvoll, das Experiment zu wiederholen?

Da bin ich sehr zurückhaltend. Eine Nahtoderfahrung ist ein äußerst intensives, emotionales Erlebnis. Ich fürchte, dass die Patienten das Zeichen einfach übersehen würden, weil sie so ergriffen wären von dem, was sie fühlen, beobachten und hören."




6 Literatur

[1] Augustine, Keith
Hallucinatory Near-Death Experiences (2003) (Updated 2008). http://www.infidels.org/library/modern/keith_augustine/HNDEs.html
The Case Against Immortality. http://www.infidels.org/library/modern/keith_augustine/immortality.html

[2] Blackmore, Susan
Beyond the Body: An Investigation of Out-Of-The-Body Experiences, Academy Chicago Publishers, 1983, ISBN 0-586-08428-2 (first edition), ISBN 0-89733-344-6 (second edition)
Near-Death Experiences: In or out of the body? Published in Skeptical Inquirer 1991, 16, 34-45. http://www.susanblackmore.co.uk/Articles/si91nde.html
Dying to Live: Near-Death Experiences, Prometheus Books, 1993, ISBN 0-87975-870-8
Consciousness: An Introduction, Oxford University Press, 2003, ISBN 0-19-515342-1 (hardcover), ISBN 0-19-515343-X (paperback)
Conversations on Consciousness Oxford University Press, 2005 ISBN 0-19-280622-X

[3] burks
Gibt es ein Leben nach dem Tod? (2003) http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=2136

[4] Churchland, Patricia
Neurophilosophy: Toward a Unified Science of the Mind-Brain (MIT Press, 1986). ISBN 0262530856
The Mind-Brain Continuum, ed. by R. R. Llinas & P. S. Churchland (MIT Press, 1996). ISBN 0262121980
On the Contrary, with Paul M. Churchland (MIT Press, 1998). ISBN 0262531658

[5] Churchland, Paul
The Engine of Reason, The Seat of the Soul: A Philosophical Journey into the Brain, MIT Press, 1995.
A Neurocomputational Perspective: The Nature of Mind and the Structure of Science, MIT Press, 1989.
Images of Science: Scientific Realism versus Constructive Empiricism, University of Chicago Press, 1985.
Matter and Consciousness, MIT Press, 1984.
Scientific Realism and the Plasticity of Mind, Cambridge University Press, 1979.

[6] Damasio, Antonio
Ich fühle, also bin ich - Die Entschlüsselung des Bewusstseins, München: List, 2000. ISBN 3548601642
Descartes' Irrtum - Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn, München: List, 1994. ISBN 3471773428
Der Spinoza-Effekt - Wie Gefühle unser Leben bestimmen, München: List, ISBN 3471773525

[7] Dennett, D. C.
The Mind's I: Fantasies and Reflections on Self and Soul, 1981, mit Douglas R. Hofstadter, New York: Basic Books (dt. Einsicht ins Ich. Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele.)
Consciousness Explained, 1991, Boston: Little, Brown (dt. Philosophie des menschlichen Bewusstseins; übers. von Franz M. Wuketits)
Sweet Dreams. Philosophical Obstacles To A Science Of Consciousness, MIT Press, Bradford Book, 2005 (dt. Süße Träume, 2007)
Breaking the Spell: Religion as a Natural Phenomenon, Viking Books, 2006 (dt. Den Bann brechen: Religion als natürliches Phänomen, 2008)

[8] Ramachandran, V. S.
zusammen mit Sandra Blakeslee: Die blinde Frau, die sehen kann: Rätselhafte Phänomene unseres Bewusstseins. 3. Auflage. Rowohlt Tb., 2002 (Originaltitel: Phantoms in the Brain: Probing the Mysteries of the Human Mind), ISBN 978-3-4996-1381-4.
The Encyclopedia of the Human Brain (editor-in-chief) ISBN 0-12-227210-2
The Emerging Mind, 2003, ISBN 1-86197-303-9 (dt.: Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn. Rowohlt 2005. ISBN 3-499-61987-3)
A Brief Tour of Human Consciousness. From Impostor Poodles to Purple Numbers. Plume, 2005, ISBN 978-0-1318-7278-3.

[9] Roth, Gerhard
(1994) Das Gehirn und seine Wirklichkeit. Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen. Suhrkamp, Frankfurt (8. Aufl. 2000); als Taschenbuchausgabe[13] stw 1275 ebd. auch 1997 ISBN 3-518-28875-X
(2001) Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert. Suhrkamp, Frankfurt; als Taschenbuchausgabe stw 1678 mit der Angabe „Neue, vollständig überarbeitete Ausgabe“[14] ebd. 2003 ISBN 3-518-29278-1
(2001) mit Michael Pauen (Hrsg.): Neurowissenschaften und Philosophie. Fink, München (UTB 2208)
(2003) Aus Sicht des Gehirns. Suhrkamp, Frankfurt ISBN 3-518-58383-2
(2006) mit Klaus-Jürgen Grün (Hrsg): Das Gehirn und seine Freiheit. Beiträge zur neurowissenschaftlichen Grundlegung der Philosophie. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen.

[10] Sacks, Oliver
Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte (1985), ISBN 3-499-18780-9
Der Tag, an dem mein Bein fortging (1989), ISBN 3499188848

[11] Woerlee, G. M.
Grenzerfahrung auf dem Operationstisch. Wie wenig wir über uns selbst und über die Funktionsweise unseres Körpers wissen. Veröffentlicht in Telepolis 2005. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21392/1.html
http://www.anesthesiaweb.org/
http://www.unholylegacy.woerlee.org/

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