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Aktuelles 02.01.2010 Nacktscanner binnen eines Jahres an deutschen Flughäfen? reb/dpa Osnabrück. Noch in diesem Jahr könnten sie zum Pflichtprogramm für Reisende an deutschen Flughäfen gehören: Nacktscanner. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, rechnet mit einer schnellen Einführung der umstrittenen Geräte. „Nach meiner Einschätzung werden wir in einem halben Jahr mit Testversuchen auf deutschen Flughäfen beginnen können“, sagte der CDU-Politiker unserer Zeitung. Die Röntgenbilder, die mit Hilfe eines Ganzkörper-Scanners entstanden sind, zeigen weibliche und männliche Personen ohne Kleidung. Foto: dpa Bosbach sagte, er sei zuversichtlich, dass der Testbetrieb zeigen werde, dass die Persönlichkeitsrechte der Passagiere gewahrt blieben. „Wenn alles glatt läuft, könnte einige Monate später der Normalbetrieb beginnen.“ Der CDU-Politiker betonte, das Thema Flugsicherheit erfordere „zügige Antworten“. Der Bundesinnenminister werde deshalb Ende Januar im Innenausschuss mit den Experten des Bundestages beraten, welche Maßnahmen für mehr Sicherheit zu ergreifen seien. Neben der Frage der Körperscanner soll es auch um das Thema Duty-Free-Shops gehen. „Es kann nicht sein, dass Passagiere vor der Sicherheitsschleuse große Shampooflaschen abgeben müssen, aber dahinter in Duty-Free-Shops potenziell explosive Stoffe kaufen können“, sagte Bosbach. Der Unions-Innenexperte Hans-Peter Uhl (CSU) sagte, in Zeiten des Massen-Tourismus könne man auf Körperscanner nicht verzichten, „um Terroristen aus dem Strom der Fluggäste schnell herauszufischen“. „Focus“ zufolge macht ein von der Bundespolizeiakademie in Lübeck modifizierter Scanner Intimbereiche von Fluggästen unkenntlich. Es berücksichtige Persönlichkeitsrechte und gesundheitliche Aspekte. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte dazu: „Entsprechende Geräte werden derzeit in Lübeck getestet.“ Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte kürzlich erklärt, er befürwortete den Einsatz von Ganzkörper-Scannern an Flughäfen für den Fall, dass sie die Persönlichkeitsrechte der Passagiere „vollumfänglich wahren“ und gesundheitlich unbedenklich seien. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte der CDU-Politiker, derzeit würden neuartige Geräte entwickelt, die die Körperstrukturen der Passagiere unklarer darstellten, gefährliche Gegenstände aber dennoch erkennen könnten. Skeptischer äußerte sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Nacktscanner seien nicht die Antwort, „die wir sofort brauchen“, sagte BDK-Sprecher Bernd Carstensen. Zunächst müsse die Kommunikation der einzelnen Sicherheitsbehörden untereinander verbessert werden. Außerdem gebe es Selbstmordattentäter, die Sprengstoff im und nicht außerhalb des Körpers trügen. Datenschützer und viele Politiker kritisieren, dass sogenannte Nackt-Scanner nicht nur die Körperformen, sondern auch Genitalien, Implantate oder Prothesen darstellen. http://www.neue-oz.de/preexport_startseite/nacktscanner-sollen-noch-in-diesem-jahr-eingefuehrt-werden.html |
Körperscanner aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wechseln zu: Navigation, Suche Röntgen-Rückstreuaufnahme einer FrauKörperscanner, auch Ganzkörperscanner, Bodyscanner oder Nacktscanner genannt, sind Geräte, mit denen die Oberfläche des menschlichen Körpers abgebildet werden kann. So können unter der Kleidung versteckte Gegenstände, beispielsweise Waffen oder Sprengstoffe, sichtbar gemacht werden. Dies kann mit verschiedenen Methoden realisiert werden. Inhaltsverzeichnis [Verbergen] 1 Röntgenmethode 2 Terahertzmethode 3 Einsatzgebiete 4 Kritik 5 Hersteller 6 Weblinks 7 Einzelnachweise Röntgenmethode [Bearbeiten] Ein herkömmliches Röntgengerät misst die Strahlung, die durch einen Körper hindurchtritt, der Kontrast entsteht durch die unterschiedliche Absorption der Strahlung in verschiedenen Gewebetypen (zum Beispiel Calcium im Knochen). Die zu einem geringen Teil auftretende Streuung der Strahlung (Compton-Effekt) ist dabei ein unerwünschter Nebeneffekt. Diese rückgestreute Strahlung eignet sich jedoch für die Oberflächenanalyse. Strahlung höherer Energie (im Bereich 0,1 bis 100 MeV) zeigt auch eine stärkere Compton-Streuung. Sie lässt sich besonders gut bei leichten Materialien wie Wasserstoff, Sauerstoff oder Kohlenstoff nachweisen, bei schweren Materialien wie Metallen überwiegt die Absorption. Diese schwache Rückstreuung wird mit empfindlichen Detektoren aufgezeichnet. Ein Röntgenscanner arbeitet mit höherer Strahlungsenergie als ein Röntgengerät. Da aber die Detektoren sehr empfindlich sind, genügen geringe Intensitäten. Die mittlere Gesamtstrahlenbelastung ist kleiner als beim konventionellen Röntgen. Terahertzmethode [Bearbeiten] Terahertzstrahlung ist elektromagnetische Strahlung im Grenzbereich zwischen Infrarotlicht und Mikrowellenstrahlung und ist Teil der natürlichen Wärmestrahlung. Bei der aktiven Methode scannt ein fokussierter Strahl den Körper ab und rekonstruiert aus der Rückstreuung (engl. Backscatter) ein Bild. Bei der passiven Methode wird nur die natürliche Wärmeabstrahlung des menschlichen Körpers detektiert[1], wodurch ein Abbild der Körperkonturen ohne anatomische Details erzeugt werden kann.[2] Siehe auch: Terahertztechnik Einsatzgebiete [Bearbeiten] In den USA werden als Alternative zum Abtasten per Hand mit Terahertzwellen arbeitende Geräte bei Sicherheitskontrollen am Flughafen nun immer häufiger eingesetzt.[3] In der Europäischen Union sind die Geräte zur Zeit noch nicht zugelassen. Der Grund dafür liegt im schwerwiegenden Eingriff in die Intimsphäre der gescannten Personen. Die Körperumrisse werden durch den Scan klar ersichtlich abgebildet, was sich mit einem Nacktfoto vergleichen lässt. An einigen Flughäfen in der EU sind die Körperscanner versuchsweise im Einsatz, jedoch nur mit einer Sonderbewilligung und unter strengen Auflagen der EU-Kommission. Zur Durchführung eines Scans muss die Einwilligung des betroffenen Passagiers eingeholt werden. [4] Hingegen werden die Geräte auf den Flughäfen in Moskau generell eingesetzt. Der Körperscanner ermöglicht keine Analyse von Körperöffnungen. Bei Verdächtigen ist daher eine Leibesvisitation nötig. Kritik [Bearbeiten] Röntgenstrahlung verursacht durch ihre ionisierende Wirkung Zellschäden, die Krebserkrankungen auslösen können. Aus diesem Grund sollte eine Strahlenbelastung im Bereich der Medizin nur dann in Kauf genommen werden, wenn es für die Verbesserung der Gesundheit unerlässlich ist. Terahertzstrahlung dagegen wirkt aufgrund ihrer geringeren Energie nicht ionisierend. Im Passivmodus wirkt überhaupt keine Strahlenquelle auf den Körper. Umstritten ist der Einsatz am Menschen, da dieser durch das Gerät in gewisser Weise nackt sichtbar ist. Dies stellt nach Einschätzungen von Vertretern aus Politik, Kirche und Gewerkschaften eine erhebliche Verletzung der Privatsphäre und Menschenwürde dar. In Deutschland hatte das Bundesinnenministerium im Oktober 2008 zunächst den Einsatz der Scanner ausgeschlossen. Der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte sich für eine Weiterentwicklung der Geräte ausgesprochen, aber die Darstellung der Bilder kritisiert: „Aber so lange solche Bilder entstehen, werden sie nicht eingesetzt werden“. „Ich will nicht, dass die Bundespolizei in das Licht kommt, sie seien heimliche Spanner.“[5] Nach einem missglückten Terroranschlag auf den Northwest-Airlines-Flug 253 Amsterdam nach Detroit im Dezember 2009, bei dem ein Passagier 80 Gramm des Sprengstoffes Nitropenta an Bord schmuggeln konnte, setzte allerdings eine erneute Diskussion über die Nutzung des Körperscanners an Flughäfen ein, in der sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für eine Verwendung aussprach, sofern die Wahrung der Persönlichkeitsrechte gewährleistet sei.[6] [7] Die Gewerkschaft der Polizei hat sich am 28. Dezember 2009 gegen den Einsatz der Scanner ausgesprochen.[8] Seit Januar 2010 wird der Körperscanner mit Terahertzstrahlung am niederländischen Flughafen Schiphol bei USA-Flügen eingesetzt.[9] Hersteller [Bearbeiten] Rapiscan Systems, Tochtergesellschaft von OSI Systems Inc., beide Sitz in Kalifornien, USA L-3 Communications, New York, USA Smiths Detection Group Limited, Watford Herts, UK bzw. Smiths Heimann GmbH Wiesbaden, Deutschland Weblinks [Bearbeiten] Backscatter-Seite des Electronic Privacy Information Center mit Bildern (englisch) Bundesamt für Strahlenschutz: Strahlenschutzaspekte bei Ganzkörperscannern Einzelnachweise [Bearbeiten] ↑ Torsten May: Mit der THz-Technologie zu neuer Sicherheit. In: Photonik. 2/2009, AT-Fachverlag GmbH, 16. April 2009, S. 14 ([1], abgerufen am 24.4). ↑ Breite Front gegen "Nackt-Scanner". Auf heise.de am 24.10.2008. ↑ 10 airports install body scanners. Auf: usatoday.com, 06. Juni 2008. ↑ Umstrittene Nacktscanner werden zum Thema. Auf: nzz.ch, 28. Dezember 2009. ↑ Bundesregierung lehnt „Nackt-Scanner“ ab. „Diesen Unfug machen wir nicht mit“. Auf: tagesschau.de, 24. Oktober 2008. ↑ Nur eine Art Strichmännchen, 30. Dezember 2009 ↑ Tagesschau (ARD):Körperscanner mit Datenschutz schon 2010? vom 30. Dezember 2009. ↑ http://www.dnews.de/nachrichten/politik/160354/debatte-nacktscanner-luftnummer.html. ↑ Luftsicherheit: Niederlande führen ab sofort Nacktscanner ein. Welt Online. Axel Springer AG (30. Dezember 2009). Abgerufen am 31. Dezember 2009. Von http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperscanner Kategorie: SicherheitstechnikAnsichtenArtikel Diskussion Seite bearbeiten Versionen/Autoren Persönliche WerkzeugeBeta ausprobieren Anmelden Suche Navigation Hauptseite Über Wikipedia Themenportale Von A bis Z Zufälliger Artikel Mitmachen Hilfe Autorenportal Letzte Änderungen Kontakt Spenden Drucken/exportieren Buch erstellen Als PDF herunterladen Druckversion Werkzeuge Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Permanenter Link Seite zitieren In anderen Sprachen English Esperanto Ripoarisch Polski Diese Seite wurde zuletzt am 2. Januar 2010 um 18:28 Uhr geändert. |