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Date Posted: 13:46:13 01/06/10 Wed
Author: tony
Subject: Teil 2
In reply to: tony 's message, "Würden die Marspolkappen schmelzen, hätte der Wandelstern einen 11 m tiefen Ozean" on 13:43:03 01/06/10 Wed



Vor dem Raumfahrtzeitalter [Bearbeiten]
Tycho Brahe (1546–1601) vermaß die Planetenpositionen des Mars mit bis dahin nicht gekannter Genauigkeit und ermöglichte es so Johannes Kepler (1571–1630) mit Brahes Aufzeichnungen die elliptische Bahn des Planeten zu berechnen und die drei Keplerschen Gesetze abzuleiten.

Christiaan Huygens (1629–1695) entdeckte eine dunkle, dreieckige Zone (Syrtis Major) auf der Marsoberfläche. Aus deren Positionsveränderungen errechnete er die Eigenrotation des Mars von rund 24,5 Stunden (heutiger Wert: 24,623 h).

Giovanni Domenico Cassini beschrieb 1666 die weißen Polkappen des Mars.

Wilhelm Herschel (1738–1822) bestimmte 1784 die Neigung der Rotationsachse gegenüber der Umlaufbahn.

Wilhelm Beer fertigte 1830 die erste Marskarte an.

1869 veröffentlichte Richard Proctor eine detaillierte Marskarte, die er aus Zeichnungen von William Rutter Dawes erstellte.


Marsoberfläche nach Schiaparelli (1888).Giovanni Schiaparelli (1835–1910) nahm 1877 auf der Marsoberfläche linienartige Strukturen wahr, die er „Canali“ (italienisch: Graben) nannte und in einer detaillierten Karte einzeichnete. Schiaparelli machte zunächst keine Angaben über den Ursprung der Strukturen, doch wurden diese als „Kanäle“ fehlerhaft interpretiert und somit als Werk intelligenter Marsbewohner interpretiert. Auf älteren Marskarten sind die Kanäle, die zudem Namen erhielten, eingezeichnet. Während weitere Astronomen seine Beobachtungen bestätigten, wurde die Existenz der Kanäle von anderen Astronomen angezweifelt. Erst der Vorbeiflug der amerikanischen Mariner-Sonden beendete die Spekulationen. Fotos der Marsoberfläche zeigten keine Anzeichen von Kanälen, diese waren offensichtlich das Ergebnis von optischen Täuschungen. Siehe Hauptartikel: Marskanäle

Ebenfalls 1877 entdeckt Asaph Hall die beiden Marsmonde Phobos und Deimos.

Im Raumfahrtzeitalter [Bearbeiten]

Die erste Nahaufnahme vom Mars, aufgenommen von Mariner 4.Viele unbemannte Raumsonden sind schon zum Mars geschickt worden, von denen einige sehr erfolgreich waren und andere nicht. Im Unterschied zur Erkundung des Erdmondes gibt es bis heute keine Gesteinsproben, die vom Mars geholt wurden, so dass Marsmeteoriten die einzige Möglichkeit sind, Material vom Mars in irdischen Laboratorien zu erforschen.

Vollständige Übersicht aller gestarteten und geplanten Marssonden: Chronologie der Mars-Missionen

1960er-Jahre

Die beiden sowjetischen Sonden Marsnik 1 und 2 wurden im Oktober 1960 gestartet, um am Mars vorbeizufliegen, erreichten aber noch nicht einmal die Erdumlaufbahn. 1962 versagten drei weitere sowjetische Sonden (Sputnik 22, Mars 1 und Sputnik 24), zwei von ihnen blieben im Erdorbit, die dritte verlor auf dem Weg zum Mars den Kontakt mit der Erde. Auch ein weiterer Versuch im Jahre 1964 schlug fehl.

Zwischen 1962 und 1973 wurden 10 Mariner-Raumsonden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt und gebaut, um das innere Sonnensystem zu erforschen. Es waren relativ kleine Sonden, die meistens nicht einmal eine halbe Tonne wogen. Mariner 3 und Mariner 4 waren identische Raumsonden, die am Mars vorbeifliegen sollten.

Mariner 3 wurde am 5. November 1964 gestartet, aber die Transportverkleidung löste sich nicht richtig und die Sonde erreichte den Mars nicht.

Drei Wochen später, am 28. November 1964, wurde Mariner 4 erfolgreich auf eine achtmonatige Reise zum Roten Planeten geschickt. Am 14. Juli 1965 flog die Sonde am Mars vorbei und lieferte die ersten Nahaufnahmen – insgesamt 22 Fotos – des Planeten. Die Bilder zeigten mondähnliche Krater, von denen einige mit Reif bedeckt zu sein scheinen.

1969 folgten Mariner 6 und Mariner 7 und lieferten insgesamt 200 Fotos.


Ein Teil von Noctis Labyrinthus, aufgenommen von Mariner 9.1970er-Jahre

1971 missglückte der Start von Mariner 8, dafür erhielt die NASA im gleichen Jahr von Mariner 9 mehrere tausend Bilder.

Ebenfalls 1971 landete mit der sowjetischen Mars 3 die erste Sonde weich auf dem Mars, nachdem Mars 2 wenige Tage zuvor gescheitert war; der Funkkontakt brach jedoch 20 Sekunden nach der Landung ab, mögliche Ursache war ein gerade tobender, heftiger globaler Staubsturm, der den Lander umgeworfen haben könnte.


Bild von Viking 1. Der große Felsen links von der Mitte ist etwa zwei Meter breit. Er wurde „Big Joe“ getauft.In den 1970er-Jahren landeten die Viking-Sonden erfolgreich auf dem Mars und lieferten die ersten Farbbilder sowie Daten von Bodenproben: Viking 1 schaffte am 20. Juni 1976 als erste US-amerikanische Sonde eine weiche Landung. Die Sowjetunion versuchte noch weitere Landungen auf dem Mars, scheiterte jedoch.

1980er-Jahre

Die einzigen Raumsonden, die in den 1980er-Jahren zum Mars flogen, waren die beiden sowjetischen Fobos-Sonden. Sie wurden 1988 von Baikonur aus gestartet und sollten den Mars und seinen Mond Phobos untersuchen. Dafür waren sie im Rahmen einer internationalen Kooperation neben sowjetischen auch mit zahlreichen westlichen Instrumenten bestückt. Der Kontakt zu Fobos-1 brach jedoch schon auf dem Weg zum Mars ab, so dass nur Fobos-2 eine Marsumlaufbahn erreichte. Bereits nach einem Monat Operationszeit brach der Kontakt zu Fobos-2 wegen eines falschen Ingenieur-Kommandos ebenfalls ab.

1990er-Jahre

1992 wurde die US-Sonde Mars Observer gestartet. Sie ging 1993 kurz vor dem Einschwenken in die Umlaufbahn verloren.

1996 sollte Mars 96, die erste russische Raumsonde seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, starten. Doch versagte am 16. November 1996 die Proton-Trägerrakete, so dass Mars 96 nach nur einem Tag in einer niedrigen Erdumlaufbahn wieder in die Erdatmosphäre eintrat und verglühte.


Der Marsrover Sojourner.Besonderes Aufsehen erregte 1997 der Mars Pathfinder, bei dem zum ersten Mal ein kleines Marsmobil – der Rover Sojourner – 16.000 Bilder von der Umgebung der Landestelle machen konnte. Er landete publikumswirksam am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, und lieferte viele Aufnahmen, die von der NASA zum ersten Mal sofort im Internet veröffentlicht wurden.

Eine weitere erfolgreiche Mission war 1997 der Mars Global Surveyor, bei der die Marsoberfläche in einer hohen Auflösung kartografiert wird; am 2. November 2006 – fünf Tage vor dem 10-jährigen Jubiläum seines Starts – brach der Kontakt mit dem Satellit ab.

Das Scheitern der Marssonden Mars Climate Orbiter (ging wegen eines groben Programmierfehlers in der Navigation verloren) und Mars Polar Lander, wahrscheinlich wegen eines fehlerhaften Sensors bei der Landung aus größerer Höhe abgestürzt, stellte 1999 einen herben Rückschlag für die Marsforschung dar.

Auch die 1998 gestartete japanische Raumsonde Nozomi konnte den Mars nicht erreichen.

2000er-Jahre

Seit dem 24. Oktober 2001 umkreist außer dem Global Surveyor noch 2001 Mars Odyssey den roten Planeten, der spezielle Instrumente zur Fernerkundung von Wasservorkommen an Bord hat.

Von den bis 2002 insgesamt 33 Missionen zum Mars waren nur acht erfolgreich, allesamt US-amerikanisch.

Am 2. Juni 2003 startete im Rahmen der ersten europäischen Mars-Mission die ESA-Raumsonde Mars Express mit dem Landegerät Beagle 2 erfolgreich zum Mars. Beagle 2 landete am 25. Dezember 2003 auf der Marsoberfläche, allerdings konnte der Kontakt niemals aufgebaut werden, so dass angenommen wird, dass Beagle 2 bei der Landung auf der Oberfläche zerschellte. Mars Express arbeitet jedoch erfolgreich in der Marsumlaufbahn und konnte unter anderem viele Aufnahmen von Formationen machen, von denen man annimmt, dass sie ausgetrocknete oder ausgefrorene Flusstäler sind.


Marsrover Opportunity (MER-B).Am 10. Juni 2003 wurde die US-amerikanische Marssonde Spirit (MER-A) zum Mars gestartet. An Bord befand sich ein Rover, der nach der Landung drei Monate lang Gesteinsproben entnehmen und nach Spuren von ehemals vorhandenem Wasser suchen sollte. Die Landung erfolgte am 4. Januar 2004 im Krater Gusev, in den das Ma'adim Vallis mündet; seitdem arbeitet die Sonde länger als erwartet erfolgreich auf der Marsoberfläche (Stand: Januar 2009).

Am 8. Juli 2003 wurde die baugleiche Sonde Opportunity (MER-B) mit einer Delta II-Rakete gestartet. Opportunity ist die Schwestersonde von Spirit und gehört ebenfalls zur Mars Exploration Rovers Mission (MER). Sie landete am 25. Januar 2004 um 6.05 Uhr (MEZ) in der Meridiani Planum Tiefebene. Beide Sonden befinden sich auf den jeweils zueinander komplementären Marshemisphären. Die vom Rover Opportunity gesammelten Beweise, dass der Mars einst warm und feucht war, wurden im Jahresrückblick der Fachzeitschrift Science mit der Wahl zum „Durchbruch des Jahres 2004“ gewürdigt. Auch Opportunity ist noch immer aktiv (Stand: Januar 2009).


Dieses Bild (annähernd in Echtfarben) wurde von MER Opportunity während eines Zeitraums von vier Wochen (vom 6. Oktober bis 6. November 2006) aufgenommen. Es zeigt den Victoria Krater vom Cap Verde.
Am 12. August 2005 wurde die US-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter mit einer Atlas-V-Rakete auf die Reise geschickt und erreichte am 10. März 2006 den Orbit des Planeten. Sie soll den Mars mit ihren hochauflösenden Kameras kartografieren, um unter anderem nach geeigneten Landestellen für spätere Rover-Missionen zu suchen. Außerdem soll die Sonde für die Hochgeschwindigkeitskommunikation zwischen zukünftigen Raumsonden auf der Marsoberfläche und der Erde dienen.

Am 30. November 2005 fand die ESA-Sonde Mars Express unter der Ebene Chryse Planitia ein Eisfeld mit 250 km Durchmesser.


Sonnenuntergang auf dem Mars beim Gusev Krater (Spirit am 19. Mai 2005).2007 machte der Mars Reconnaissance Orbiter Aufnahmen von 7 rätselhaften fast kreisrunden schwarzen und strukturlosen Flecken, die im Nordosten des Marsvulkans Arsia Mons liegen. Der größte mit dem Namen Jeanne hat einen Durchmesser von etwa 150 Metern. Durch eine Schrägaufnahme im August 2007 konnte aus der sonnenbeschienenen Seitenwand ermittelt werden, dass es sich bei Jeanne um einen mindestens 78 m tiefen senkrechten Schacht handeln muss. Diese Strukturen sind daher sehr wahrscheinlich vulkanischer Natur und durch den Einbruch einer nicht mehr tragfähigen Deckschicht entstanden.[30]

Mittels der Sonde Mars Odyssey hat die NASA im März 2008 ein umfangreiches Salzlager in den Hochebenen der Südhalbkugel des Mars nachgewiesen. Den Wissenschaftlern am JPL in Pasadena nach haben sich die Salzablagerungen wahrscheinlich vor 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahren gebildet. Vermutlich entstanden die Salze durch mineralienreiches Grundwasser, das an die Oberfläche gelangte und dabei verdunstete. Die Bilder von „Mars Odyssey“ zeigen kanalähnliche Strukturen, die in den Salzbecken enden.[19] Insgesamt wurden mehr als 200 Gebiete mit Salzvorkommen, die jeweils zwischen 1 und 25 km² groß sind, ausgemacht. Die Entdeckung deutet möglicherweise darauf hin, dass auf dem Mars vor langer Zeit einmal ein wärmeres und deutlich feuchteres Klima geherrscht haben muss.[31]


Die Orte der sechs geglückten Marslandungen.Am 26. Mai 2008 landete die Sonde Phoenix im nördlichen Polargebiet des Planeten. Dort suchte sie bis November 2008 im Marsboden nach Wassereis und „habitablen Zonen“, also für primitive Organismen bewohnbare Umgebungen. Dafür trug sie einen Roboterarm mit sich, der Proben aus etwa 50 cm Tiefe holen konnte, um diese dann in einem Minilabor zu analysieren. Phoenix entdeckte bei einer Grabung weiße Klümpchen, die nach einigen Tagen verschwanden. Wissenschaftler vermuteten, dass es sich dabei um Wassereis handelt,[32] was am 31. Juli bestätigt wurde – beim Erhitzen einer Gesteinsprobe trat Wasserdampf aus.[33] Mit dem nasschemischen Labor (MECA), das die wasserlöslichen Ionen im Marsboden bestimmte, konnten erhebliche Mengen an Perchloraten detektiert werden. Auf der Erde kommen Perchlorate in den ariden Wüstengebieten vor. Das Perchlorat wird durch Oxidation von Natriumchlorid in der Atmosphäre erzeugt und dann mit dem Staub abgelagert.

Geplante Missionen [Bearbeiten]
In den Jahren 2011 und 2016 sollen zwei große Rover-Missionen zum Mars starten: Das Mars Science Laboratory der NASA und ExoMars der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Beide Rover sollen weite Strecken zurücklegen und umfassende Untersuchungen eines großen Umkreises durchführen können. Dabei soll Mars Science Laboratory in erster Linie für geologische Untersuchungen ausgelegt sein und ExoMars speziell nach Spuren von Leben suchen. Nach gegenwärtigen Planungen soll 2011 auch die seit 1996 erste russische Raumsonde Fobos-Grunt zum Marsmond Phobos fliegen, dort Proben entnehmen und sie zur Erde bringen. Weitere Pläne der NASA und ESA zur Marserforschung enthalten unter anderem das Aussetzen von kleineren Flugzeugen in der Atmosphäre und – nach 2020 – die Rückführung von Marsproben zur Erde.


Panoramabild der Marsoberfläche, aufgenommen von der Sonde Pathfinder.
Im Januar 2004 kündigte der US-amerikanische Präsident George W. Bush Anstrengungen der USA für eine bemannte Marsmission an. Im Rahmen des Raumfahrtprogramms Constellation plant die NASA diese Flüge für die Zeit nach 2020. Der ehemalige NASA-Direktor Michael Griffin nannte die Zeit bis 2037. Auch das langfristig angelegte europäische Raumfahrtprogramm Aurora strebt insbesondere die Landung eines Menschen auf dem Mars an und plant sie für das Jahr 2033.

Darüber hinaus existieren im Rahmen der Visionen einer Marskolonisation Vorstellungen, den Mars durch Terraforming in weiter Zukunft in einen für den Menschen lebensfreundlicheren Planeten umzuwandeln.

Möglichkeit von Leben [Bearbeiten]

Der Mars liegt knapp außerhalb der habitablen Zone des Sonnensystems.Die Ökosphäre (oder habitable Zone) reicht in unserem Sonnensystem von 0,95 bis 1,37 AE Abstand zur Sonne. In unserem Sonnensystem befindet sich nur die Erde innerhalb dieses Gürtels um die Sonne und der Mars liegt knapp außerhalb.

Höheres oder gar intelligentes Leben scheint es auf dem Mars also nicht zu geben, Wissenschaftler halten jedoch primitive Lebensformen (Mikroben), tiefer im Boden, um vor UV-Strahlen geschützt zu sein, für denkbar.

Vermutungen vor dem Raumzeitalter:


Marsoberfläche nach Oswald Lohse (1888). Auf der Karte ist das Kanalsystem Schiaparellis nicht eingezeichnet. Die von Lohse gewählten Namen für die „Seen“ und „Ozeane“ sind heute nicht mehr gebräuchlich.Der Gedanke an die Möglichkeit von Leben auf dem Mars hat oft die Fantasie der Menschen beflügelt. Im 18. Jahrhundert beobachtete man, dass die dunklen Flecken auf der Marsoberfläche ihre Farbe änderten und wuchsen oder schrumpften. Man hielt sie für ausgedehnte Vegetationszonen, deren Ausdehnung sich mit den Jahreszeiten änderten.

Durch Schiaparellis „Entdeckung“ der Marskanäle wurden die Spekulationen um intelligentes Leben auf dem Mars angefacht.


Das Marsgesicht in der Cydonia-Region; Aufnahme des Orbiters von Viking 1, 1976.
Marsgesicht, Aufnahme von Mars Global Surveyor, 2001.So entstanden zahlreiche Legenden um vermeintliche Zivilisationen auf dem Mars. Die Diskussionen um die „Marsmenschen“ hielten etwa ein Jahrhundert an. Der US-Amerikaner Percival Lowell, einer der heftigsten Verfechter der Marskanäle-Theorie, gründete sogar eine eigene Sternwarte, um die Marsbewohner zu erforschen. Für ihn waren die Kanäle das Produkt außerirdischer Ingenieure, die geschaffen wurden, um die Marszivilisation vor einer großen Trockenheit zu retten. Lowell beschrieb seine Vorstellungen der Marswelt in zahlreichen Publikationen, die weite Verbreitung fanden.

Obwohl nicht alle Astronomen die Kanäle sehen konnten und keine Fotos existierten, hielt sich die Theorie, begleitet von einer heftigen Debatte. Die Vorstellung von außerirdischem Leben übt bis heute eine Faszination auf die Menschen aus, die mit wissenschaftlichem Interesse alleine oft nicht erklärt werden kann. Erst die Ergebnisse der unbemannten Marsmissionen beendeten den Streit um die Kanäle.

Untersuchungen durch Viking:

Als im Juli 1976 der Orbiter 1 der Viking-Mission Bilder der Cydonia-Region machte und diese zur Erde schickte, wurde der Mars in der Öffentlichkeit wieder zum Gesprächsthema. Eine der Aufnahmen zeigte eine Formation auf der Marsoberfläche, die einem menschlichen Gesicht ähnelte, das gen Himmel blickt. In der unmittelbaren Nähe wurden außerdem Strukturen entdeckt, die Pyramiden auf der Erde ähnelten sowie rechteckige Strukturen (von den Wissenschaftlern „Inka-Stadt“ getauft). Erst die Mission Mars Global Surveyor der NASA brachte im April 1998 für viele die Ernüchterung: Alle entdeckten Strukturen waren das Ergebnis natürlicher Erosion. Durch neue Bilder mit wesentlich höherer Auflösung wurde deutlich, dass auf dem Mars keine künstlichen Strukturen außerirdischer Intelligenz vorhanden sind.

Viking 1 und 2 hatten unter anderem die Aufgabe, der Frage nach dem Leben auf dem Mars nachzugehen. Dabei wurde ein chemisches und drei biologische Experimente durchgeführt. In dem chemischen Experiment wurde versucht, organische Substanzen im Marsboden nachzuweisen. Dazu wurde eine am MIT entwickelte GC/MS-Einheit (Kopplung eines Gaschromatographen mit einem Massenspektrometer) benutzt. Es konnten allerdings keine auf Kohlenstoff aufbauenden organischen Substanzen nachgewiesen werden.

Das erste biologische Experiment beruhte auf Stoffwechselaktivitäten von Organismen. Eine Bodenprobe wurde mit einer Nährlösung benetzt und entstehende Gase registriert. Der Marsboden reagierte auf das Experiment mit Abgabe großer Mengen Sauerstoff. Im zweiten Experiment wurde eine Nährlösung mit radioaktiven Kohlenstoffatomen versehen und auf eine Probe gegeben. Als Ergebnis eines Stoffwechsels hätten sie unter den ausgeschiedenen Gasen nachgewiesen werden müssen. Tatsächlich wurden radioaktive Kohlenstoffatome nachgewiesen. Das dritte Experiment war ein Photosynthese-Experiment. Radioaktiv markiertes Kohlendioxid wurde dem Marsboden zugesetzt. Dieses Kohlendioxid hätte assimiliert werden und später nachgewiesen werden müssen. Auch dieses Ergebnis war positiv. Obwohl die Ergebnisse der biologischen Experimente positiv waren, gaben sie aufgrund des negativen Ergebnisses des GC/MS-Versuchs keinen schlüssigen Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz von Leben auf dem Mars.

1990er und 2000er Jahre:

Im Jahr 1996 fanden David S. McKay und seine Mitarbeiter Strukturen im Marsmeteoriten ALH84001, die sie als Spuren von fossilen Bakterien deuteten. Das in diesem Meteoriten gefundene, kettenartig angeordnete Magnetit ähnelt morphologisch dem bakteriellen Magnetit aus Magnetospirillum magnetotacticum. Allerdings wird die Beweiskraft der gefundenen Strukturen von vielen Wissenschaftlern angezweifelt, da diese auch auf rein chemischem Wege entstehen konnten.

Am 23. Januar 2004 entdeckte die europäische Marssonde Mars Express am Südpol des Mars große Mengen gefrorenen Wassers, Ende Juli 2005 auch in einem nahe dem Nordpol gelegenen Krater.

Ende März 2004 wurde bekannt, dass Forscher der NASA und der ESA unabhängig voneinander Methan in der Marsatmosphäre nachgewiesen haben. Ob das Methan geologischen Ursprungs ist oder etwa durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen gebildet wurde, sollen weitere Untersuchungen zeigen.

Ebenfalls Anfang 2004 entdeckte die Marssonde Opportunity Gesteine, die in offenstehendem Wasser abgelagert worden sein müssen und viele regelmäßig verteilte kugelige, bis 1 cm große Hämatit-Konkretionen enthalten. Solche Konkretionen kommen auch auf der Erde vor. Unter irdischen Bedingungen ist es wahrscheinlich, dass bei ihrer Entstehung Bakterien beteiligt sind. Ob dies auch für den Mars gilt, könnten nur Laboruntersuchungen auf der Erde zeigen.

Weitere Mikrostrukturen, welche die Rover Spirit und Opportunity 2004 entdeckt hatten und in denen ein Teil der interessierten Öffentlichkeit Hinweise auf Leben hatte sehen wollen, erwiesen sich bei näherer Untersuchung als abiotisch oder künstlich, so zum Beispiel Schleifspuren auf durch die Instrumente bearbeiteten Gesteinsoberflächen oder Filamente, die sich als Textilfasern der Lande-Airbags herausstellten.

Forschungsergebnisse auf der Erde bestätigen, dass es Leben auch in extremen Bedingungen geben kann. Bei Bohrungen im grönländischen Eis entdeckten Forscher der University of California, Berkeley im Jahre 2005 in drei Kilometer Tiefe eine auffallende Menge Methan. Dieses Gas produzierten methanogene Bakterien, welche trotz unwirtlicher Lebensbedingungen wie Kälte, Dunkelheit und Nährstoffmangel im Eis überleben. Dabei erhalten sie sich nur mühsam am Leben – sie reparieren Erbgutschäden, vermehren jedoch nicht nennenswert ihre Population. Methanogene Mikroben sind eine Untergruppe der Archaebakterien, welche sich auf Extremstandorte spezialisiert haben. So fanden sich 2002 Mikroben in einer 15.000 Jahre alten heißen Quelle in Idaho. Die Bakterien zählen, wie schon der Name besagt, zu den ältesten Mikroorganismen der Erde. Die Wissenschaftler schätzen das Alter der in Grönland entdeckten Bakterienkolonie auf 100.000 Jahre und vermuten, dass das in der Atmosphäre des Roten Planeten nachgewiesene Methan nicht nur von chemischen Prozessen, sondern von solchen Mikroben stammen könnte.

Zukünftige Missionen:

Das geplante Mars Science Laboratory soll neue Aufschlüsse liefern. Es ist fraglich, ob der Mars-Rover tief genug bohren kann, um Leben oder zumindest Lebensreste zu finden. Aber eine Isotopenanalyse des Methans kann bereits weitere Aufschlüsse geben. Leben, wie es auf der Erde bekannt ist, bevorzugt leichtere Wasserstoffisotope.

Beobachtung [Bearbeiten]
Stellung zur Erde und Bahneigenschaften [Bearbeiten]

Planetenschleife des Mars im Sternbild Wassermann im Jahr 2003.Aufgrund der Bahneigenschaften der Planeten „überholt“ die Erde den Mars durchschnittlich alle 779 Tage auf ihrer inneren Bahn. Diesen Zeitraum, der zwischen 764 und 811 Tagen schwankt, nennt man synodische Periode. Befinden sich Sonne, Erde und Mars in einer Linie, so steht der Mars von der Erde aus gesehen in Opposition zur Sonne. Zu diesem Zeitpunkt ist Mars besonders gut zu beobachten, er steht dann als rötlicher „Stern“ auffallend hell am Nachthimmel. Beobachtet man den Mars regelmäßig, kann man feststellen, dass er vor und nach einer Opposition am Himmel eine Schleifenbewegung vollführt. Diese Planetenschleife (Oppositionsschleife) ergibt sich aus den Sichtwinkeln, die Mars bietet, während er von der Erde überholt wird.


Marsoppositionen von 2003 bis 2018. Relative Bewegung des Mars zur Erde, mit der Erde im Zentrum. Ansicht auf die Eklikptikebene.Da die Planeten keine idealen Kreisbahnen aufweisen, sondern sich auf mehr oder weniger stark ausgeprägten elliptischen Bahnen bewegen, weisen Erde und Mars zum Zeitpunkt der Oppositionen unterschiedliche Entfernungen voneinander auf. Diese können zwischen 55,6 und 101,3 Millionen Kilometer bzw. 0,37 und 0,68 AE betragen. Bei einer geringen Oppositionsentfernung spricht man von einer Perihelopposition, bei einer großen von einer Aphelopposition.


Abstand Erde-Mars, Hervorhebung der Opposition.Die alle 15 bis 17 Jahre stattfindenden Periheloppositionen bieten die besten Gelegenheiten, den Mars von der Erde aus mittels Teleskop zu beobachten. Der Planet hat dann einen scheinbaren Durchmesser bis zu 25,8 Bogensekunden. Bei einer Aphelopposition ist er mit 14,1 Bogensekunden nur etwa halb so groß. Besonders erdnahe Oppositionen fanden im Abstand von jeweils 79 Jahren zum Beispiel in den Jahren 1766, 1845, 1924 und 2003 statt. Am 28. August 2003 betrug die Distanz Erde–Mars 55,76 Mio. km. Dies war die geringste Distanz seit etwa 60.000 Jahren.[34][35] Erst im Jahre 2287 wird der Mars der Erde noch näher kommen, der Abstand beträgt dann 55,69 Mio. km.

Im Teleskop erscheint Mars zunächst als rötliches Scheibchen. Bei höherer Vergrößerung können die Polkappen sowie dunkle Oberflächenmerkmale, wie die Große Syrte, ausgemacht werden. Treten auf dem Mars größere Staubstürme auf, verblassen die Merkmale, da die Oberfläche von einer rötlichen Dunstschicht eingehüllt wird, die sich mitunter über Wochen halten kann. Durch den Einsatz von CCD-Kameras sind mittlerweile auch Amateurastronomen in der Lage, detailreiche Aufnahmen der Marsoberfläche zu erzielen, wie sie vor etwa 10 Jahren nur von den leistungsfähigsten Großteleskopen erstellt werden konnten.

Ereignisse (Jahreszeitenbeginn gilt für die Nordhalbkugel):[36][37]

Ereignis Herbstbeginn Perihel Winterbeginn Frühlingsbeginn Aphel Sommerbeginn
Datum 25. Dezember 2008 21. April 2009 21. Mai 2009 26. Oktober 2009 31. März 2010 13. Mai 2010

Sichtbarkeiten [Bearbeiten]

Amateurastronomische Aufnahme des Mars im September 2003.Hauptartikel: Marspositionen bis 2017

Wegen der Exzentrizität der Marsbahn kann der erdnächste Punkt bis zu einer Woche vor oder nach der Opposition erreicht werden und die scheinbare Helligkeit während der Opposition sowie der Erdabstand und der scheinbare Durchmesser während der Erdnähe können recht unterschiedlich ausfallen.

Eine Opposition findet etwa alle zwei Jahre (779,94 Tage) statt. Dabei kann bei einer Perihelopposition die maximale scheinbare Helligkeit bis zu −2,91m erreichen. Zu diesem Zeitpunkt ist nur noch die Sonne, der Erdmond, die Venus und in seltenen Fällen Jupiter (bis zu −2,94m) noch heller. Bei Konjunktion hingegen erscheint Mars nur mehr mit einer Helligkeit von +1,8m.[1]


Kulturgeschichte [Bearbeiten]
Beschäftigung mit dem Mars von Antike bis in die Neuzeit [Bearbeiten]

Allegorische Darstellung des Mars als Herrscher der Tierkreiszeichen Widder und Skorpion, von Hans Sebald Beham, 16. Jahrhundert.Der Mars bewegte die Menschheit von alters her besonders. Im alten Ägypten wurde Mars als „Horus der Rote“ bezeichnet. Da der Planet sich während seiner Oppositionsschleife (Planetenschleife) zeitweise rückläufig bewegt, sprachen die Ägypter davon, dass Mars rückwärts wandere. Der Name der ägyptischen Hauptstadt „Kairo“ leitet sich von „Al Qahira“ ab, dem altarabischen Namen für den Planeten Mars.

Im indischen Sanskrit wird der Mars als „Mangal“ (verheißungsvoll), „Angaraka“ (Glühende Kohle) und „Kuja“ (der Blonde) bezeichnet. Er repräsentiert kraftvolle Aktion, Vertrauen und Zuversicht.

Aufgrund seiner (blut)roten Färbung wurde der Mars in verschiedenen Kulturen mit den Gottheiten des Krieges in Verbindung gebracht. Die Babylonier sahen in ihm Nergal, den Gott der Unterwelt, des Todes und des Krieges. Für die Griechen und Römer der Antike repräsentierte er deren Kriegsgötter Ares beziehungsweise Mars. In der nordischen Mythologie steht er für Tyr, den Gott des Rechts und des Krieges. Die Azteken nannten ihn Huitzilopochtli, der Zerstörer von Menschen und Städten. Für die Chinesen war er Huoxing (chin. Huŏxīng, 火星), Stern des Feuers.

In der Astrologie ist Mars unter anderem das Symbol der Triebkraft. Es wird dem Element Feuer, dem Planetenmetall Eisen, den Tierkreiszeichen Widder und Skorpion sowie dem 1. Haus zugeordnet.

Rezeption in Literatur, Film und Musik [Bearbeiten]
Der Mars und seine fiktiven Bewohner sind auch Thema zahlreicher Romane und Verfilmungen.

Ein Beispiel des 18. Jahrhunderts ist Carl Ignaz Geigers Roman Reise eines Erdbewohners in den Mars von 1790.

Die klassische Figur des kleinen grünen Männchens mit Antennen auf dem Kopf erschien erstmals 1913 in einem Comic und ist seitdem Klischee.

Vor allem durch Percival Lowells Veröffentlichungen wurde der Mars weithin als eine sterbende Welt angesehen, in deren kalten Wüstenregionen alte und weit entwickelte Zivilisationen ums Überleben kämpften.

Kurd Laßwitz brachte 1897 seinen sehr umfangreichen Roman Auf zwei Planeten über einen Besuch bei den Marsbewohnern heraus.


Angriff der Marsianer in Krieg der Welten von H.G. Wells. Buchillustration der französischen Ausgabe von Alvim Corréa von 1906.In H. G. Wells’ bekanntem Roman Krieg der Welten, der 1898 erschien, verlassen die Marsianer ihre Heimatwelt, um die lebensfreundlichere Erde zu erobern. Die Menschheit, die den hochtechnisierten kriegerischen Marsianern hoffnungslos unterlegen ist, entgeht ihrer Auslöschung nur dadurch, dass die Invasoren von für uns harmlosen, irdischen Mikroben dahingerafft werden. Orson Welles verwendete den Stoff im Jahre 1938 in einem Hörspiel, wobei er die Marsianer in New Jersey landen ließ. Das Hörspiel wurde im Stil einer realistischen Reportage ausgestrahlt. Hörer, die sich später einschalteten, hielten die Invasion der Marsianer für Realität.

Wells’ Romanvorlage wurde 1952 verfilmt, wobei die Handlung wiederum in die USA der Gegenwart verlegt wurde. Der Film erhielt für die damals bahnbrechenden Spezialeffekte einen Oscar.

Im Jahr 1978 entstand der Film Unternehmen Capricorn. Er griff das Thema der Verschwörungstheorien zur Mondlandung auf, indem er es in sehr zugespitzter Form auf eine im Filmstudio vorgetäuschte Marsexpedition übertrug.

Der 1996 entstandene Film Mars Attacks setzt sich ironisch mit dem Thema Marsinvasion auseinander, wobei den Marsianern amerikanische Schnulzenmusik aus den 1950er-Jahren zum Verhängnis wird.

Unter der Regie von Brian de Palma wurden im Jahr 2000 mit dem Film Mission to Mars die Spekulationen um das Marsgesichts der Cydonia-Region als hinterlassenes Bauwerk dramatisch weitgehend thematisiert.

Steven Spielbergs 2005 entstandenes Remake von Krieg der Welten nahm noch einmal das Thema auf und zeigte die Invasion von Außerirdischen auf der Erde aus der Sicht eines Familienvaters aus den USA.

Weitere bekannte Sciencefiction-Filme, die auf dem Mars handeln, sind Red Planet und Die totale Erinnerung – Total Recall.

Edgar Rice Burroughs, der Autor von Tarzan, schrieb von 1917 bis 1943 die elfbändige Saga John Carter vom Mars, in der sich der irdische Held in marsianische Prinzessinnen verliebt, gegen Luftpiraten, grünhäutige Unholde, weiße Riesenaffen und andere Untiere kämpft.

Die Mars-Chroniken, eine stimmungsvolle Sammlung von Erzählungen des Schriftstellers Ray Bradbury, sind ebenfalls auf dem Mars angesiedelt.

Große Beachtung erhielt die Marstrilogie, eine von Kim Stanley Robinson in den frühen 1990er-Jahren verfasste Romanserie über die Besiedelung unseres Nachbarplaneten. Der besondere Ansatz dieser Geschichten liegt in der vorwiegend technischen Schilderung unter vollständigem Verzicht phantastischer Elemente.

Der wohl prominenteste Auftritt des Mars in der Musik dürfte der erste Satz von Gustav Holsts Orchestersuite Die Planeten (1914–1916) sein, deren erster Satz Mars, the Bringer of War mit seinem drohend-martialischen Charakter die mythologische Gestalt Mars eindrucksvoll porträtiert.

Bestsellerautor Andreas Eschbach verfasst von 2005 bis 2008 die Pentalogie Das Marsprojekt.

Helga Abret und Lucian Boa geben in ihrem Buch Das Jahrhundert der Marsianer einen literarischen Überblick über Erzählungen und Romane über den Mars und seine fiktiven Bewohner. Von der Beschreibung einer „ekstatischen Reise“ zum Mars (Itinerarium exstaticum coeleste, 1656) des Jesuitenpaters Athanasius Kircher bis hin zu Science-Fiction-Erzählungen des 20. Jahrhunderts reicht die Bandbreite der kommentierten Werke, mit denen die Autoren aufzeigen, dass „sich aus dem Zusammenwirken von Naturwissenschaften und Literatur ein moderner Mythos“ entwickelte.

Siehe auch [Bearbeiten]
Chasma, Fossa
Darischer Kalender
Liste der besuchten Körper im Sonnensystem
Liste der Marskrater
Sol (Marstag)
Bemannter Marsflug
Literatur (chronologisch geordnet) [Bearbeiten]
Robert Henseling: Mars. Seine Rätsel und seine Geschichte. Kosmos Gesellschaft der Naturfreunde. Franckh’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1925 (das Buch ist von historischem Interesse).
Roland Wielen: Planeten und ihre Monde. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg-Berlin-Oxford 1988, ISBN 3-922508-46-4
Hans R. Jenemann, Arno M. Basedow, Erich Robens: Die Entwicklung der Makro-Vakuumwaage. Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 1992, ISBN 3-89429-214-8
David Morrison: Planetenwelten. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg-Berlin-Oxford 1995, ISBN 3-86025-127-9
Rolf Sauermost, Arthur Baumann: Lexikon der Astronomie – die große Enzyklopädie der Weltraumforschung. 2 Bde. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg-Berlin-Oxford 1995, ISBN 3-86150-145-7
William Sheehan: The Planet Mars – A History of Observation and Discovery. Univercity of Arizona Press, Tucson 1996, 1997, ISBN 0-8165-1641-3
Holger Heuseler, Jaumann, Neukum: Die Mars Mission. BLV Verlagsgesellschaft, München 1998, ISBN 3-405-15461-8
David McNab, James Younger: Die Planeten. C. Bertelsmann, München 1999, ISBN 3-570-00350-7
Paul Raeburn: Mars – Die Geheimnisse des roten Planeten. Steiger, Augsburg 2000, ISBN 3-89652-168-3
Ronald Greeley: Der NASA-Atlas des Sonnensystems. Knaur, München 2002, ISBN 3-426-66454-2
Hans-Ulrich Keller: Das Kosmos Himmelsjahr 2003. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09094-9
Dirk H. Lorenzen: Mission: Mars. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, Auflage: 1 (2004), ISBN 978-3-440-09840-0
Robert Markley: Dying Planet: Mars in Science and the Imagination. Duke University Press 2005, ISBN 0-8223-3638-3
Thorsten Dambeck: Wasserreiche Frühzeit des Mars. Spektrum der Wissenschaft, Mai 2006, S. 14–16, ISSN 0170-2971
Ernst Hauber: Wasser auf dem Mars. Physik in unserer Zeit 38(1), S. 12–20 (2007), ISSN 0031-9252
Water on Mars, Scirus topic overview
Jim Bell: The Martian surface - composition, mineralogy and physical properties. Cambridge Univ. Press, Cambridge 2008, ISBN 978-0-521-86698-9
Nadine Barlow: Mars - an introduction to its interior, surface and atmosphere. Cambridge Univ. Press, Cambridge 2008, ISBN 978-0-521-85226-5
Donald Rapp: Human missions to Mars - enabling technologies for exploring the red planet. Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-72938-9
Weblinks [Bearbeiten]
Commons: Mars – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary: Mars – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Wikibooks: Mars – Lern- und Lehrmaterialien
Matthias Böhm: Die Geologie des Mars (Referat), www.uni-bonn.de, 30. Januar 2002
NASA Mars Exploration (englisch)
Gottfried Gerstbach: Mars Channel Observations 1877–90, Compared with Modern Orbiter Data (PDF), TU Wien (englisch)
Offizielle Internetpräsenz der ESA-Mission (englisch)
DLR Mars Express: neueste Bilder (u.a. perspektivische Ansichten) mit Erläuterungen
FU Berlin: Projektseiten der HRSC-Kamera auf Mars Express (spektakuläre und hochaufgelöste Bilder der Marsoberfläche)
Mars Society Deutschland e. V.: Offizieller Internetauftritt der Mars Society mit aktuellen Nachrichten über den Mars
Universität Stuttgart: Mars Aufbau, Atmosphäre und Klima, Mineralogie (pdf, 20MB)
Videos [Bearbeiten]
Warum fasziniert uns der Mars?, Flash oder Windows Media Video aus der Fernsehsendung alpha-Centauri (JavaScript benötigt)
Was ist dran am Marsgesicht?, Flash oder Windows Media Video aus der Fernsehsendung alpha-Centauri (JavaScript benötigt)
Was sollen wir auf dem Mars?, Flash oder Windows Media Video aus der Fernsehsendung alpha-Centauri (JavaScript benötigt)
Planet Mars (halbstündiger Dokumentationsfilm der NASA aus dem Jahr 1979)
Karten [Bearbeiten]
Mars-Online-Atlas (Karten als pdfs) (englisch)
Mars Atlas Revisited: Mars Global Surveyor Mars Orbiter Camera (englisch)
Thematische Karten (Wärme, Höhen, Geologie) (englisch)
Google Mars (englisch)
Mars-Globus mit World Wind (NASA World Wind Software wird benötigt)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
↑ a b c David R. Williams: Mars Fact Sheet. NASA, 29. November 2007, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Bill Arnett: Mars. In: Die Neun Planeten. 8. September 2009, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Aldo Vitagliano: Mars' Orbital eccentricity over time. Universita' degli Studi di Napoli Federico II, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Jean Meeus: When Was Mars Last This Close?. International Planetarium Society, 20. Juni 2006, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Ron Baalke: Mars Makes Closest Approach In Nearly 60,000 Years. meteorite-list, 22. August 2003, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Stefan Deiters: Mars: Roter Planet hat Kern aus flüssigem Eisen. astronews, 10. März 2003, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Bjorn Carey: The Slow Sound of a Scream on Mars. Space, 15. Juni 2006, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Mars Express confirms methane in the Martian atmosphere. ESA, 30. März 2004, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Michael J. Mumma: Strong Release of Methane on Mars in Northern Summer 2003. Science, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Daniel Schiller: Mars - Wolken aus Kohlendioxideis entdeckt. Raumfahrer.net, 17. Januar 2008, abgerufen am 25. November 2009.
↑ Rainer Kayser: Schneefall auf dem roten Planeten. astronews, 6. Juli 2009, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Jason C. Goodman: The Past, Present, and Possible Future of Martian Climate. MIT, 22. September 1997, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Rudolf Idler: Marsbeobachtung. Astronomie.de, April 2003, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Duststorms on Mars. whfreeman.com, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ a b Florian Rötzer: Fließendes Wasser auf dem Mars?. Heise online, 6. Dezember 2006, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Thorsten Dambeck: Seen auf dem frühen Mars. NZZ Online, 1. Oktober 2008, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Robert Roy Britt: Dark Streaks on Mars Suggest Running Water Still Present. SPACE.com, 11. Dezember 2002, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Pressemitteilung des DLR: Chaotisches Gebiet und großer Krater. astronews, 24. April 2009, abgerufen am 18. September 2009.
↑ a b Austria Presse Agentur: Astronauten testeten Reparatur von Hitzeschild. Die Presse, 21. März 2008, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Stefan Deiters: Teilweise lebensfreundlicher als gedacht?. astronews, 19. Dezember 2008, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Mars Express-Radar misst Wassermenge am Marssüdpol. ESA, 15. März 2007, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Thorsten Dambeck: Geologen staunen über Mars-Gletscher. Spiegel Online, 28. April 2008, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Thorsten Dambeck: Europas Planetenforschung etabliert sich. NZZ Online, 29. Oktober 2008, abgerufen am 18. September 2009 (Bericht von der EPSC-Konferenz in Münster).
↑ Rainer Kayser: Frisches Eis auf dem Mars. astronews, 1. April 2009, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Rainer Kayser: Flüssiges Wasser auf dem Mars entdeckt?. astronews, 18. Februar 2009, abgerufen am 18. September 2009.
↑ a b Dave Jacqué: APS X-rays reveal secrets of Mars' core. Argonne National Laboratory, 26. September 2003, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ a b Ein Kriegsgott mit einem "weichen Kern". Sterne und Weltraum, 6. Juni 2007, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Michael Odenwald: Lebenssignal vom Mars. focus, 29. November 2004, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Ilka Lehnen-Beyel: Fontänen auf dem Mars. bild der wissenschaft, 19. März 2008, abgerufen am 25. September 2009.
↑ Günter Paul: Das Loch Jeanne – Tiefe Schächte auf dem Mars. FAZ, 30. August 2007, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Fraser Cain: Salt Deposits on Mars Might Be the Right Place to Search for Life. Universe Today, 20. März 2008, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Thorsten Dambeck: Phoenix entdeckt Eis auf dem Mars. Spiegel Online, 20. Juni 2008, abgerufen am 18. September 2009.
↑ NASA Spacecraft Confirms Martian Water, Mission Extended. NASA, 31. Juli 2008, abgerufen am 18. September 2009 (Englisch).
↑ Mars in Jahrtausend-Erdnähe. In: news. astro!nfo, 3. September 2003, abgerufen am 18. September 2009 (mit weiterführenden Links).
↑ Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut/Sternwarte Gahberg (Hrsg.): Der Planet Mars rückt immer näher größte Erdnähe seit fast 60.000 Jahren. In: Astro Info. Nr. 174, August 2003 (Webdokument, link auf pdf, astronomie.at, abgerufen am 18. September 2009).
↑ Alexander Pikhard: Planeten in Bewegung Mars 2009-2010: Tanz um die Praesepe. Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie, abgerufen am 18. September 2009.
↑ Alexander Pikhard: Willkommen beim Himmelskalender. CalSKY, abgerufen am 18. September 2009.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_(Planet)


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