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Date Posted: 14/01/13 4:42:15
Author: Gabriel
Subject: Die Beichte

Nach langer Zeit mal wieder etwas von mir. 100% Original, nichts Geklautes!

DIE BEICHTE

Kapitel 1

Ich bin in einem gutbürgerlichen Elternhaus ausgewachsen. Meine Eltern haben die antiautoritäre Erziehung favorisiert, mich sehr verwöhnt und mir wenig abgefordert. So wurde ich als Jugendlicher auch immer respektloser ihnen gegenüber und kam wegen meiner mangelnden Anerkennung von Autoritäten allmählich auch mehr und mehr mit dem Gesetz in Konflikt. Bald war ich in meinem gesamten Verwandtenkreis unbeliebt, nur zu meiner Tante Inge hatte ich noch ein gutes Verhältnis. Sie war Witwe und ihr einziger Sohn war schon erwachsen und außer Haus. Tante Inge hatte eine sehr geradlinige und bestimmende Art, sie sagte immer, was sie dachte und ließ sich von mir nicht beeindrucken. In ihrem Haushalt hatte es ganz klar nach ihren Regeln zu gehen. Deshalb genoss sie als einzige noch meinen Respekt.
Es kam schließlich dazu, dass ich einmal von der Polizei betrunken aufgegriffen wurde und eine Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen musste. Meine Eltern hatten es inzwischen sogar aufgeben, mit mir zu schimpfen; sie ignorierten mich einfach. Als ich nach Hause kam, hieß es nur: „Da bist du ja wieder.“ Da begriff ich, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich nahm mir vor, etwas zu ändern und mir dazu Hilfe zu suchen – bei meiner Tante. Ich rief sie an und fragte sie, ob ich vorbeikommen dürfte, weil ich etwas Wichtiges mit ihr zu besprechen hätte. „Wenn du Geld von mir willst, kannst du dir den Weg sparen, dass weißt du ja!“ war ihre Antwort. Als ich ihr versicherte, dass es nicht um Geld gehe, lud sie mich sofort ein. Bald darauf saß ich bei ihr am Tisch. Ich war ziemlich klein und zierlich für mein Alter und meine Tante überragte mich um einen Kopf. Sie saß übereck neben mir und schob mir ein Glas Cola zu. „Na, was hast du wieder ausgefressen, Gabriel?“ Ich wurde sofort rot. „Es... es geht nicht um etwas Spezielles, Tante,“ stammelte ich und senkte den Blick. „Es ist mehr so eine allgemeine Sache...“ Sie unterbrach mich: „Sieh mich an, wenn du mit mir sprichst!“ Mein Kopf ging ruckartig nach oben und mein Blick traf den ihren. Sie war der einzige Mensch, der noch so mit mir sprechen durfte, aber genau deshalb saß ich hier. „Tante, ich... ich brauche jemanden, der mich ... naja ... wie soll ich sagen...“ Ich nestelte verlegen an meiner Lippe herum, wie ich es immer tat, wenn mir etwas peinlich war, und senkte langsam wieder meinen Blick. Tante Inge griff mit einer Hand nach meiner und drückte sie auf den Tisch, mit der anderen Hand fasste sie mir unters Kinn und hob es an, bis ich sie wieder ansah. „So, jetzt raus mit der Sprache!“ herrschte sie mich an. Sie ließ mein Kinn los und ich bemühte mich, ihrem strengen Blick standzuhalten und meine Hände aus meinem Gesicht zu lassen. Ich holte tief Luft und sprudelte heraus: „Tante, ich habe begriffen, dass ich jemanden brauche, der mich in meine Schranken weist; jemanden, der mir nachhaltig aufzeigt, was richtig und falsch ist. Meine Eltern sind... zu schwach dazu, ich vertraue ihnen nicht. Auch sonst gibt es niemanden... außer dir.“ Während des letzten Satzes begann ich wieder meinen Blick zu senken; ich konnte ihrem festen, stechenden Blick einfach nicht standhalten. Schon umfasste sie mit einer Hand mein Kinn, bohrte ihre Finger leicht in meine Wangen und hob mein Gesicht erneut an, diesmal ohne es wieder loszulassen. „So besser?“ fragte sie spöttisch. „Ja, danke, Tante Inge“, antworte ich spontan. „Nun, Gabriel, was stellst du dir genau vor? Was willst du von mir?“ Dass sie mich wie ein kleines Kind zwang, sie anzusehen, zeigte mir erneut, dass ich hier die Führung gefunden hatte, die ich brauchte. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und antwortete ihr: „Ich möchte gerne einmal in der Woche zu dir kommen und eine Art Beichte ablegen. Ich möchte dir alles sagen, was ich in der Woche angestellt und falsch gemacht habe. Und dann sollst ... darfst du mich dafür bestrafen, so dass ich danach das Gefühl habe, dass wieder alles gut ist. Ver... stehst du mich?“ Sie sah mir eine Weile wortlos in die Augen und es bereitete mir wieder sehr viel Mühe, diesem Blick standzuhalten. Aber ihre Hand unter meinem Kinn hätte ohnehin nichts anderes zugelassen. „Ich glaube, ich verstehe dich.“ antwortete Tante Inge schließlich. „Du brauchst Ordnung und Orientierung in deinem Leben. Aber was stellst du dir mit Bestrafen vor?“ „Ich meine... körperlich bestrafen. Ohrfeigen, Povoll, Linealschläge auf die Finger, was immer du für angemessen hältst, Tante. Du kannst tun, was du willst. Du bist meine Tante und ich liebe dich und werde dir gehorchen. Ich bitte nur darum, dass... dass das alles unter uns bleibt.“ Mein Blick wurde flehentlich. „Das versteht sich von selbst“, antwortete Tante Inge sofort. „Dann tust du das für mich, Tante? Bitte?“ bettelte ich. Sie nickte: „Ja, das tue ich für dich.“ Damit war es beschlossen. „Und wir können sofort anfangen!“

Fortsetzung folgt (wenn erwünscht).

Hat es euch gefallen? Soll ich weitermachen?
Feedback erwünscht!

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