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Date Posted: 19:08:46 01/21/01 Sun
Author: arnold schwarz
Author Host/IP: NoHost / 213.182.136.252
Subject: Re: Rauben und Kopieren
In reply to: Meicel 's message, "Rauben und Kopieren" on 09:22:45 04/09/00 Sun

>Quelle http://www.heise.de/ct/00/08/098/
>Rauben und Kopieren
>Softwarepiraten in den Netzen ihrer Verfolger
>Die Original-CD ist schnell kopiert, das Verbot mit
>einem Achselzucken abgetan, die Mark mit Werken
>anderer schnell verdient. Langwierig und zäh hingegen
>vollzieht sich das Geschäft derer, die den Kopierern
>auf die Schliche kommen wollen. Andererseits haben die
>Softwarehersteller ein Dickicht an Lizenzbestimmungen
>kultiviert, in dem ihre Kunden ohne juristischen
>Beistand leicht zu Raubkopierern wider Willen werden.
>
>Wenn Christian Goltz einen seiner Hausbesuche macht,
>dann geht es der betroffenen Firma ohnehin nicht
>besonders gut. Der Chemnitzer Staatsanwalt ist
>spezialisiert auf Wirtschaftskriminalität.
>Urheberrechtsverletzungen sind sein Steckenpferd, was
>für einige seiner Kunden zu unangenehmen
>Überraschungen führt.
>
>Denn im Fall des Verdachts auf Raubkopien ist eine
>Beschlagnahme der Rechner zur Beweissicherung möglich.
>‘Beschlagnahme zur Beweissicherung’ bedeutet, dass für
>den Besitzer eine gewisse Chance besteht, die Rechner
>eines Tages wieder zu sehen. Werden Rechner jedoch als
>‘Tatwerkzeuge’ beschlagnahmt, gehen sie in
>Landeseigentum über, sobald sich der Verdacht vor
>Gericht als begründet erwiesen hat. Allerdings gilt
>auch hier das Gebot der Verhältnismäßigkeit der
>Mittel. Als Faustregel im Fall der Softwarepiraterie
>kann man sagen, dass eine Highend-Maschine nicht wegen
>einer fehlenden WinZip-Lizenz beschlagnahmt wird, der
>Aldi-Rechner mit illegalem QuarkXPress und Photoshop
>aber gute Chancen hat, endgültig in Landeseigentum
>überzugehen.
>
>Wer in Sachen Wirtschaftskriminalität ermittelt,
>betreibt Spurensicherung routinemäßig auf Festplatten
>sowie Sicherungskopien von Workstations und Servern
>der Verdächtigen. Spezialeinheiten der Polizei
>arbeiten zusammen mit DV-Sachverständigen. Und wenn
>man schon mal dabei ist, ist es ein Leichtes, auch die
>Lizenzsituation des Unternehmens unter die Lupe zu
>nehmen.
>
>Staatsanwalt Goltz lässt den Grundsatz der
>Verhältnismäßigkeit auch in anderer Hinsicht walten:
>‘Wenn es einem Unternehmen schlecht geht, etwa bei
>Unterschlagung oder drohender Insolvenz, werde ich
>alles tun, um zu verhindern, dass man ihm auch noch
>die EDV-Anlage lahmlegt. Das wäre nämlich der
>Todesstoß für die Firma. Ich weise dann die
>Sachverständigen oder die Polizei an, die Beweise
>weitest gehend durch Erstellung von Backups zu
>sichern.’
>
>In vielen Fällen von Lizenzmissbrauch durch Firmen
>bleibt der Staatsanwalt außen vor. Der
>Softwarehersteller erwirkt vor Gericht eine
>Beschlussverfügung zur Durchsuchung des verdächtigen
>Betriebs. Der Gerichtsvollzieher zieht meist
>DV-Sachverständige hinzu und unterwirft die Computer
>seiner Vollmacht, d. h. er ‘sequestriert’ sie und mit
>ihnen alle Rechnungen und Lizenzunterlagen.
>
>Dr. Siegfried Streitz, staatlich bestellter
>DV-Sachverständiger in Brühl bei Bonn, beschreibt den
>technischen Ablauf: ‘Wir bringen in der Regel eine
>vielfältige Ausstattung mit und arbeiten dabei meist
>mit SCSI-Karten, die wir in die Rechner einsetzen. Bei
>den heutigen Kapazitäten reicht der Parallelport nicht
>mehr. Außerdem können wir bei vielen Unternehmen auf
>Sicherungsgeräte zugreifen, die bereits vorhanden
>sind. Da machen wir dann erst einmal eine vernünftige
>Datensicherung. In seltenen Fällen kann ich mich auf
>die vorhandenen Backups stützen. Das ist ein ganz
>trübes Thema: Entweder sie sind nicht vollständig oder
>sie funktionieren nicht. Unsere ’Kundschaft’ gehört
>sicher nicht zu den regelmäßigen c't-Lesern.’
>
>Die Sequestration wird so lange aufrecht erhalten, bis
>alle zur Beweissicherung notwendigen Daten gesammelt
>sind. Wird das durch Passwörter oder Verschlüsselung
>verhindert, darf der entsprechende PC oder Server,
>unter Umständen sogar die gesamte EDV-Installation so
>lange nicht benutzt werden. Wenn sich eine Firma vor
>die Wahl gestellt sieht, die Passwörter zu nennen und
>die Schlüssel herauszugeben oder ihre
>EDV-Infrastruktur zur Beweissicherung mindestens
>vorübergehend einzubüßen, fällt die Entscheidung meist
>nicht schwer. Hinzu kommt, so Streitz: ‘Normalerweise
>sind die Schutzmaßnahmen nicht wirklich dazu angetan,
>unsere Arbeit zu behindern, oder die Betroffenen
>zeigen sich entsprechend kooperativ. An 97% der Daten
>kommen wir auch ohne Beistand der Besitzer.’
>
>Auf den Umfang des Problems angesprochen merkt er an:
>‘Bisher habe ich im Rahmen meiner Arbeit noch keinen
>Betrieb gesehen, der über genügend gültige Lizenzen
>für die installierten Programmpakete verfügte. Das mag
>daran liegen, dass Betriebe, die Gegenstand
>gerichtlicher Ermittlungen sind, oft der eher
>dubioseren Art zuzurechen sind.’
>
>Das böse Internet
>Unmoralische Angebote zum Erwerb supergünstiger
>Software flattern beinahe täglich als Werbemail in
>unsere Inboxen. So schreibt ein ‘Who Dini’ am 20.
>März: ‘Hallo, sind auch Sie es leid, den vollen Preis
>für Software zu bezahlen? Was halten Sie von 20 US-$
>für Highend-Software? Dieser Preis gilt für die erste
>CD, jede weitere kostet nur 10 US-$.’ Danach folgt die
>übliche Liste an Programmen: die Bestseller von Adobe,
>Microsoft und Macromedia.
>
>Webseiten, die offen und dreist Raubkopien anbieten,
>gibt es zu Tausenden. Die Seiten sind teils
>professionell gestaltet und ähneln Sharewaresites, nur
>dass ihre Top-Downloads eben ‘Windows 2000’ oder
>‘Dreamweaver 3.0’ heißen. Aber wer verfügt schon über
>einen genügend schnellen oder preiswerten
>Internetzugang, um ein komplettes Betriebssystem zu
>saugen?
>
>Ohne intensivere Nachforschungen bleibt unklar, wer
>sich hinter den Sites wirklich verbirgt und was er im
>Schilde führt. Die BSA (Business Software Alliance,
>siehe Kasten) warnt jedenfalls vor virenverseuchten
>und unvollständigen Downloads. Den Verdacht, die BSA
>selbst unterhalte derartige Angebote, um verdeckt in
>die Szene einzudringen, weist Margo Miller von sich.
>Die Internet-Ermittlerin der BSA für Europa: ‘Ich
>passe darauf auf, dass meine Jungs nicht gegen die
>Gesetze verstoßen. Über meine Methoden kann ich
>jederzeit mit Polizisten sprechen, die ähnliche
>Ermittlungen führen.’
>
>Die Newsgroups sind ein weiterer Handelsplatz für
>illegale Kopien. So offeriert ‘Norman’ am 20. Dezember
>letzten Jahres ‘Mathcad 2000 Professional’ und eine
>gut sortierte Sammlung anderer CAD-Software für 30
>US-$ pro CD. Bis heute sind diverse internationale
>Telefon- und Fax-Umleitungen zu ihm geschaltet, auf
>unsere Anfrage geantwortet hat er allerdings bisher
>nicht. ‘Solche Händler können praktisch überall
>sitzen,’ sagt BSA-Rechtsanwalt Oliver Wolff-Rojczyk,
>‘unternehmen können wir allerdings nur etwas gegen
>Urheberrechtsverletzer im Inland, aber auch damit
>haben wir schon alle Hände voll zu tun. Viele Anbieter
>versuchen den Eindruck zu erwecken, sie säßen im
>Ausland. In Wirklichkeit sitzen sie in einer
>konspirativen Wohnung im Hochhausviertel um die Ecke.’
>
>Ein Gymnasiast hat mit ein paar Kumpanen über Monate
>hinweg einen florierenden CD-Versand unterhalten. Der
>Name im Mietvertrag für die Betriebsräume ist frei
>erfunden, und in einem Ostberliner Plattenblock mit
>über zweihundert Parteien fallen die jungen Leute, die
>meist nachts unterwegs sind, auch nicht weiter auf.
>Die Polizei erfährt die Hausanschrift per
>Amtshilfeersuchen vom Provider in den USA, den sie
>über die Analyse der gefälschten IP-Adresse ausfindig
>macht. Um welche Wohnung es sich handelt, erfahren die
>Verfolger mit einem klassischen Detektiv-Trick: Sie
>streichen unsichtbare fluoreszierende Farbe auf das
>Postfach, in dem die Umschläge mit Dollarnoten
>eingehen und durchwandern dann das Haus mit
>Spezialbrillen auf der Suche nach Farbspuren an der
>Tür.
>
>Die Verfolgung von Softwarepiraten im Internet
>beschreibt Streitz insgesamt als ‘Stochern im Nebel’.
>Allein aufgrund der Erfolgschancen ist es daher nahe
>liegend, die Untergrundszene und gut getarnte
>Hobby-Kopierer eher in Frieden zu lassen. Der offene
>Handel mit kommerziellem Interesse hingegen ist auf
>Zahlungswege angewiesen, die leichter aufzuspüren sind
>als vor dem Domain Name System verborgene FTP-Server,
>deren Adresse man nur über konspirative IRC-Channels
>erfährt.
>
>Miller behauptet, dass ihr Verfolger-Team über
>Suchwerkzeuge verfüge, mit denen sie auch die
>bestgetarnten illegalen Märkte und Tauschbörsen
>ausfindig machen könne. 1808 Websites soll Millers
>Truppe 1999 dicht gemacht haben. Viel Aufwand ist dazu
>allerdings meist nicht nötig: ‘Über die IP-Adresse
>eines illegalen Angebots lässt sich der Provider
>ermitteln, den wir dann bitten, die Site zu schließen.
>Fast alle Provider verbieten nämlich in ihren
>Nutzungsbedingungen, urheberrechtlich geschützte Werke
>anderer ohne deren Zustimmung anzubieten.’
>
>Insider als Wegweiser
>Außerdem leben die Verfolger nicht nur im Internet von
>Hinweisen, die per E-Mail, Fax und Telefon mal anonym,
>mal offen eingehen. Rechtsanwalt Oliver Wolff-Rojczyk,
>der regelmäßig für die BSA und Microsoft arbeitet:
>‘Unsere besten Hinweisgeber sind gefeuerte Angestellte
>mit exaktem Insiderwissen.’ Der kaufmännische Leiter
>eines größeren Versicherungsbüros war gemeinsam mit
>seinem Kollegen DV-Leiter dem Chef auf die Nerven
>gegangen. Sie machten immer wieder darauf aufmerksam,
>dass für 100 000 Mark Lizenzen fehlten. ‘Ich habe Sie
>eingestellt, um Kosten zu sparen, nicht um unnötige zu
>verursachen’, soll der Geschäftsführer gesagt haben.
>Noch während der Probezeit war für den DV-Leiter wie
>auch für dessen Nachfolger Schluss. Nach dem Anruf
>seines Prokuristen bei der BSA dürfte der
>lizenzresistente Chef nun nicht mehr lange Freude an
>seiner Sparsamkeit haben.
>
>Besondere Blödheit zeichnet den Kleinserien-Fälscher
>aus, der die erste selbst gebrannte MS-Office-CD in
>einem Kleinanzeigenblättchen feilgeboten hat. Sein
>Pilotkunde ist ein Testkäufer des Landeskriminalamts,
>der ihn noch am Treffpunkt verhaftet. Der Richter
>verhängt leicht genervt eine kleine Geldstrafe, mit
>der ausdrücklichen Maßgabe: ‘Ich will Sie hier nicht
>wieder sehen.’
>
>Doch die Botschaft kommt beim Adressaten nicht an.
>Zwei Wochen später: gleiche Kleinanzeige, gleicher
>Treffpunkt, gleicher Käufer. Aug in Auge verlässt den
>Möchtegern-Händler der Mut. Er gibt Fersengeld. Nach
>einer wilden Verfolgungsjagd landen die beiden vor dem
>selben Richter. Der harte Lohn für vermeintlich
>leichte Arbeit: elf Monate ohne Bewährung.
>
>Problemkind Computerschulen?
>Im Interview mit c't erklärt BSA-Anwalt Wolff-Rojczyk:
>‘Als besonderes Sorgenkind haben sich in den letzten
>Jahren kleinere private Computerschulen
>herausgestellt, die sich vorwiegend aus
>Umschulungsgeldern des Arbeitsamts finanzieren. Gerade
>hier, wo ja eigentlich der richtige Umgang mit
>Hardware und Software gelehrt werden soll, scheint es
>sich eingebürgert zu haben, das Geld für
>Software-Lizenzen ganz bewusst einzusparen.’
>
>Jörg Dennis Krüger von der Digital Services
>EDV-Akademie in Hannover erläutert die Hintergründe:
>‘Unser Unternehmen könnte es sich nicht leisten,
>Umschüler vom Arbeitsamt auszubilden. In diesem
>Bereich werden teils unter 100 DM pro Schüler und Tag
>bezahlt. Damit könnten wir unsere Kosten, zu denen
>eben auch Kosten für Softwarelizenzen und deren
>Verwaltung zählen, nicht wieder einspielen.
>Privatnutzer wiederum sind meist weder bereit noch
>fähig, mehr als 25 DM pro Stunde auf den Tisch zu
>blättern. Ein typischer Kurs bei uns kostet aber zwei-
>bis dreitausend Mark am Tag.’
>
>Durch die Vielfalt der Software-Ausstattung für
>Schulungen summieren sich die Preise für Lizenzen
>schnell auf ein Vielfaches der Hardwarekosten. Wer
>hier nicht ordnungsgemäß lizenziert, kann seine Kurse
>günstiger anbieten als die Konkurrenz und trotzdem
>schneller Gewinne einfahren - wenn er nicht erwischt
>wird.
>
>Das Arbeitsamt Hannover rechnet bei seinen
>Umschulungen mit mindestens 18 Teilnehmern pro Kurs
>bei einem Stundensatz von neun bis 13 Mark pro Kopf.
>Bei bis zu 24 Teilnehmern und 1500 Schulungsstunden im
>Jahr ergibt das einen Umsatz von etwa 300 000 Mark pro
>Kurs. Die Investitionskosten von ca. 100 000 DM für 20
>Rechner mit legaler Software ließen sich auf diese
>Weise durchaus einspielen.
>
>Neun bis 13 Mark gibt es aber nur in besonderen Fällen
>und nur für anspruchsvolle Kurse wie die Ausbildung
>zum Programmierer oder Netzwerkadministrator. Für
>gewerbliche Teilnehmer (Word-Kurs für die Sekretärin,
>Digitales Kopieren für Drucker) zahlen die
>Arbeitsämter im Lande Niedersachsen lediglich vier bis
>sieben Mark pro Kopf und Stunde. ‘Wir haben den
>Eindruck gewonnen, dass die Politik in diesem
>Bundesland ganz bewusst die Schulen gegeneinander
>ausspielt, um die Preise zu drücken. Die Arbeitsämter
>in Bayern zahlen für die gleiche Leistung vier bis
>fünf Mark mehr pro Stunde und Teilnehmer’, so der
>Sprecher einer der Computerschulen, die c't zu den
>Raubkopievorwürfen der BSA befragte.
>
>Fazit
>Es sind gerade die ohnehin weit verbreiteten
>‘Standard-Programme’, die bei Raubkopierern besonders
>große Begehrlichkeit wecken. Dabei gibt es heute so
>viele Wahlfreiheit wie nie zuvor. Mit Solaris, BeOS,
>den diversen Linux-Distributionen und FreeBSD stehen
>sogar auf Betriebssystemebene inzwischen etliche
>ausgewachsene Alternativen bereit, die zum Teil auch
>für den gewerblichen Gebrauch kostenlos sind. All
>diesen ist zwar gemein, dass sie weder vom
>Softwareangebot noch von der Hardwareunterstützung her
>mit dem Werk des Monopolisten vergleichbar sind, aber
>wer will, findet für beinahe jeden Anwendungsfall eine
>passende Lösung.
>
>Wer jedoch auf die Verwendung einer bestimmten Version
>eines bestimmten Programms aufgrund dessen
>marktbeherrschender Stellung beruflich angewiesen ist,
>sich eine legale Kopie aber nicht leisten kann und sie
>vom Auftraggeber auch nicht gestellt bekommt, hat
>schlechte Karten. Hier sind die Softwarehersteller
>aufgerufen, über neue Lizenzierungsformen
>nachzudenken, die es diesen Maus- und Tastaturwerkern
>ermöglichen, aus der Illegalität zu treten. Wie wäre
>es etwa mit einem Modell ‘Use Now - Pay later’ wie man
>es beim Autokauf kennt? Auch insgesamt sind -
>ernsthaftes Interesse am Rückgang der illegalen
>Nutzung setzen wir voraus - einige Elemente der
>heutigen Lizenzierungspolitik überarbeitungswürdig.
>Ist es wirklich sinnvoll und vermittelbar, für ein und
>dasselbe Produkt mal 800, mal 400 und mal 100 Mark zu
>verlangen?
>
>Auch die Firmen, die Standardsoftware einsetzen,
>müssen neu nachdenken. Sie waren es schließlich, die
>in der Vergangenheit durch ihr Einkaufsverhalten
>Anwendungs- zugunsten von Formatkompatibilität
>gefördert haben, was heute die teils überhöhten
>Produktpreise erst ermöglicht. Eine Firma, die
>Raubkopieren nicht direkt betreibt oder indirekt
>fördern will, muss ihren Softgerätepark durchforsten
>und auf Formatkompatibilität hin optimieren. Es ist
>nicht wichtig, dass jeder Word benutzt. Wichtig ist
>lediglich, dass der Datenaustausch zwischen den
>verschiedenen Anwendungen reibungsarm vonstatten geht.
>Dadurch erst wird es für externe wie interne
>Mitarbeiter möglich, die Alternativen tatsächlich zu
>nutzen und ihre Arbeit in konvertiblen, also
>verlustfrei importierbaren Formaten abzugeben. Am Ende
>kommt es doch darauf an, dass die Arbeit pünktlich und
>in befriedigender Qualität beim Kunden ist und nicht,
>ob sie unter Linux oder Windows, FrameMaker oder TeX
>entsteht.

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