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Date Posted: Mon, December 28 2015, 3:29:48
Author: Paul
Subject: Wehe, wenn sie losgelassen

Autorin: Andrea


Wehe, wenn sie losgelassen

Oh, wie sehr hatte ich mich gefreut. Meine beste Freundin wollte heiraten. Soll ich jetzt sagen, daß ich strikt gegen das Sakrament der Ehe bin? Soll ich sagen, daß ich ihre Entscheidung nicht verstehen konnte und schon gar nicht wollte? Nein, ich bin eine liebe Freundin, dazu noch fair und so heuchelte ich ihr eben Freude vor.

Es war aufregend alles zu planen. Freundinnen sind ja auch etwas ganz besonderes. Sie reden ewig am Telefon, machen zwei Stunden zum halben Tag, lästern über alles und jeden und... Wenn einer etwas nicht passt, halten die anderen zusammen. Da ist der Zickenkrieg schon vorprogrammiert. Oder: Drei Monate Fun und Action.

Unsere "Männer", "Lover", "besseren Hälften" oder wie man männliche Geschöpfe noch so bezeichnen mochte, hatten wir strikt verbannt. Klar, wir trafen uns am Wochenende, unternahmen etwas zusammen, aber unter der Woche waren Männer in unserer Nähe unerwünscht.

Wen interessierte da schon, daß wir kurz vor den Prüfungen standen? Natürlich niemanden. Wir wuselten von einem Brautausstatter zum nächsten, orderten hier Kataloge, da irgendwelche Hefte, dort ließen wir uns Dekorationen zeigen. Es war nervenaufreibend und so manchen Abend fragte ich mich, warum wir uns die Mühe machten, wo doch keiner wußte ob dieses "Ja, ich will!" wirklich für immer galt.

Ich meine, sind wir doch mal Realisten und betrachten das ganze nüchtern. In unserer heutigen Zeit gehen Computer, Job und Geld doch nun mal der Liebe vor. In keiner Gesellschaft trennten sich die Paare so schnell wie in der heutigen Zeit. Ich machte mir Sorgen, sann oft darüber nach, ob Susi ihre Entscheidung nicht sehr bald schon bereuen würde. Die beiden zofften auch so schon ständig. In einer Ehe würde das auch nicht besser werden. Aber, ich war bekannt dafür, daß ich den Teufel an die Wand malte, bevor dieser mitbekommen hatte, daß er seine Finger wieder in Dinge stecken konnte, die ihn noch gar nichts angingen.

Es war wieder einmal so ein Abend. Ich saß im Bett und wälzte den Katalog mit den Kleidern für die Brautjungfern. Da war alles dabei von Moosgrün bis Schweinchenrosa. Toll! Mir gruselte jetzt schon bei dem Gedanken daran, welche Kleider Susi in ihrer Verliebtheit wohl aussuchen mochte. Ich sah mich schon in einem zitronengelben Zelt neben dem Altar stehen. Ich hatte wahre Horrorvisionen, mir wurde übel, ich zitterte, als plötzlich mein Telefon klingelte und den Alptraum erst komplett machte.

Eine verheulte Susi war am Telefon.
"Hi!" schniefte sie.
"Was denn? Ist er jetzt schon weg und hat dich sitzen lassen?"
Im Nachhinein hätte ich mich selbst treten mögen. Daß ich aber auch nie Fingerspitzengefühl walten lassen konnte! Ich mußte doch wirklich immer alles so sagen wie ich es dachte!
"Nein... Aber... Ich... Ich... Kann ihn unmöglich heiraten!"
Susi heulte ununterbrochen.
"Mensch, Süße, ich bin in zehn Minuten da. Mach keinen Blödsinn!"
Ich hüpfte vom Bett, rannte barfuß in die Diele, schnappte nach dem Autoschlüssel, stürmte zum Auto und raste los. Sch...egal, daß ich nur ein Bigshirt anhatte. Wenn mich die Polizei anhalten würde, würden sie mir auch nix anderes anziehen.

Zehn Minuten später stand ich also vor Susis Tür und klingelte Sturm. Sie öffnete und fiel mir in die Arme.
"Nun sag erst mal was los ist!" forderte ich sie auf, nachdem ich sie in den Flur zurückgeschoben hatte. Susi riss sich los und stürmte ins Bad. Mit etwas Stiftähnlichem kam sie zurück und hielt es mir unter die Nase.
"Das Ding ist positiv!" heulte sie los, "Ich bin schwanger! Ich kann Tobi nicht heiraten!"

Okay. Was stimmte hier nicht? Sie war schwanger und konnte den werdenden Vater nicht heiraten? Hatte ich nun den Dachschaden oder sie? Ich schluckte, riss Susi in meine Arme und gratulierte ihr erstmal recht herzlich.
"Und wo genau ist jetzt das Problem?"
Ich zwang sie mich anzusehen.
"In drei Monaten bin ich fett und unansehnlich! Dann will Tobi mich bestimmt nicht mehr heiraten! Ich seh dann aus wie ein Walross!"

Ich biss mir auf die Lippe und wehrte mich krampfhaft gegen das Verlangen, ihr eine in die Zähne zu hauen.
"Du willst mir jetzt allen Ernstes sagen, daß ich deshalb halb nackt durch die ganze Stadt gefahren bin? Sag mir, daß das ein Scherz ist! Sag, daß du mehr wolltest als nur das!"
Ich schüttelte Susi wie eine Irre. Glaubte man dem Spruch, daß Schläge auf den Hinterkopf das Denkvermögen förderten, mußte man ja davon ausgehen, daß Erschütterungen der grauen Zellen nur von Vorteil waren.
"Andrea, lass mich los!"

Susi biss, trat, kratzte... Irgendwann kam ich zu mir und ließ sie gehen.
"Boah, Mädel, ich könnte dich..."
Ich drehte mich um und ging zur Tür.
"Lass uns morgen reden. Heute bringt das eh nix. Ach ja, bevor du das nächste mal mitten in der Nacht anrufst, überleg dir bitte ob du wirklich willst, daß ich einem Herzinfarkt zum Opfer falle. Denke daran, ich bin deine Trauzeugin!"
Ich schlug die Tür hinter mir zu und raste davon.

Mit 70 km/h durch die Stadt zu fahren ist zum einen nicht gesund, zum anderen könnte es übereifrige Polizisten auf den Plan rufen. Nein, ich war nicht überrascht, als ich hinter mir Sirenengeheul vernahm und schließlich gebeten wurde rechts ran zu fahren. Gehorsam fuhr ich ran, machte das Auto aus und wühlte schon mal nach meinen Papieren. Gewohnter Weise griff ich in meine Hosentasche und natürlich prompt ins Leere.

'Susi, ich hasse dich!' schoss mir durch den Kopf als der nette Polizist mich auch schon bat, ihm doch Führerschein und Fahrzeugpapiere auszuhändigen.
"Ähm..." stotterte ich. "Die sind zu Hause. Ich hab vergessen mir die Hose anzuziehen."
"Bitte, steigen Sie aus!"
Ich kam seinem Wunsch nach.

Etwas verlegen stand ich neben meinem Auto. Welchen Anblick mochte ich wohl bieten? Die Haare zerzaust, ein rosafarbenes Ungeheuer namens Bigshirt, barfuß... Machte ich einen zerstreuten Eindruck? Nö! Polizisten sind Kummer gewöhnt.

Der nette Mann lächelte mich an.
"Haben Sie was getrunken?"
Ich schüttelte den Kopf.
"Dann haben Sie doch sicher nichts dagegen ins Röhrchen zu blasen?"
Wieder schüttelte ich den Kopf.

Sein Kollege war mittlerweile auch zu meinem Auto gekommen und betrachtete mich von oben bis unten. Grinsend drehte ich mich einmal um meine eigene Achse.
"Bin ich nicht schick heute?"
Ich versuchte die Situation durch einen Scherz zu retten und pustete dann ins Röhrchen. Nix, das Ding zeigte nix an. Ich trat verlegen von einem Fuß auf den anderen.
"Darf ich wieder einsteigen?"
Die beiden schüttelten die Köpfe.

"Wir machen erstmal eine Fahrerermittlung." sagte der ältere der beiden.
"Das ist nicht nötig. Das Auto ist auf Torsten Wiedemann zugelassen. Er ist mein Freund."
"Das wollen wir doch erstmal von der Zentrale prüfen lassen."
Der Alte ging zum Wagen und griff zum Funkgerät.
"Sag mal," fragte ich den jüngeren, "ist heut Freitag der 13.?"
Der Polizist sah mich kopfschüttelnd an.
"Nein. Wie kommen Sie darauf?"
"Na ja, ich bekomme einen Anruf von meiner Freundin, die ihren Freund nicht heiraten kann, weil sie von ihm schwanger ist, fahre halbnackt durch Bremen, werde von der Polizei angehalten, habe keine Papiere dabei... Das ist doch irgendwie auffällig, meinste nicht?"
Verzweifelt sah ich ihn an.
"Das ist was für Pleiten, Pech & Pannen. Das glaubt mir doch kein Schwein!"

Der Polizist griff nach meinem linken Arm.
"Darf ich mal?"
Er schob meinen Ärmel nach oben und sah ihn sich sehr genau an. Dann griff er nach dem rechten Arm.
"Suchst du nach Einstichlöchern? Glaub mir, mir wäre auch lieber, wenn ich sagen könnte, daß ich auf Drogen bin. Dann könnte ich den Spaß hier wenigstens irgendwie erklären. Nur leider nehme ich außer hin und wieder mal ein Glas Schnaps oder einem Bierchen keine Drogen. Falsch, ich rauche. Apropos... Dürfte ich mal eben meine Zigaretten aus dem Auto nehmen?"
Er nickte nur.

Durch das geöffnete Fahrerfenster beugte ich mich nach innen und holte meine Zigaretten aus der Fahrertür. Im Nachhinein fiel mir ein, daß sich das Bigshirt nach oben geschoben und der Polizist so eine nette Aussicht auf mein Hinterteil gehabt hatte. Ich brannte meine Zigarette an und hielt auch ihm die Schachtel hin. Dankend lehnte er ab. Ich lehnte mich gegen das Auto und rauchte ruhig. Ich war plötzlich die Ruhe selbst. Noch schlimmer konnte es nicht mehr kommen.

"Lust auf 'ne Leibesvisitation?"
Ich grinste dreckig, unterschätzte die Situation, fühlte mich aber irgendwie so richtig geborgen.
"Mädel, lass es!"
Sein Blick war drohend. Sein Kollege kam auf uns zugewalzt. Er machte einen väterlichen, gemütlichen Eindruck.
"Na, ihr zwei, unterhaltet ihr euch gut?"
Er grinste fies.
"Klar, wir wollten uns gerade näher kommen."
Mein Blick war die reine Provokation.
"Herr Wiedemann ist auf dem Weg hierher. Er wird uns ja bestätigen können, daß Sie seine Freundin sind und das Recht haben sein Auto zu fahren. Er bringt auch Ihre Papiere mit."

Wie magisch trafen mich diese Worte. Ich zuckte zusammen, wurde unruhig. Alles hätten sie tun können, nur das nicht. Torsten war immer sehr ungehalten, wenn ich mich aufreizend kleidete. Was würde er wohl zu dieser Aufmachung sagen? Unwillkürlich wanderten meine Hände zu meinem Po. Meine Bäckchen kribbelten. Es hatte ja auch schon zu lange nichts hinten drauf gegeben. Ich schluckte hart. Mir wurde schwindlig, ich mußte mich am Auto abstützen.

"Geht es Ihnen nicht gut?"
Der junge Polizist kam mir zu Hilfe.
"Doch, alles bestens."
Sollte ich ihm sagen, daß ich zum Dank für meine Gedankenlosigkeit noch den Hinternvoll meines Lebens bekommen würde?
"Kann ich schon mal loslaufen? Ich meine wenn Torsten herkommt, kann er ja auch das Auto nach Hause fahren."
Hey, ich war eine Träumerin. In meiner Welt waren Atomwaffen ja auch inexistent.
"Nein, Sie bleiben hier. Aber wenn Sie wollen, können wir Sie ja auch nach Hause fahren."
Ich sah zu Boden.
"Erhängen oder Erschießen, kann ich mir ja dann aussuchen. Du hast wirklich Humor!"

Ich hörte schon den silbernen Opel von Torstens bestem Freund. Ich kannte den Klang des Motors, das Brummen des Auspuffs. Die hatten Mut, kamen hier mit einem getunten Auto her, wo die Hälfte der Papiere fehlte und wußten doch genau, daß ich ein Date mit der Polizei hatte. Wer war denn nun gestört? Ich, weil ich mich so hatte erwischen lassen? Die Polizisten, weil sie sich mit mir die Nacht um die Ohren schlugen? Oder doch eher Fabian, der hier mit einem Auto aufkreuzte, das das Vorführobjekt für verbotene Veränderungen an Fahrzeugen war?

Torsten stieg aus und kam auf mich zu. Er lächelte mich etwas zu freundlich an, für meinen Geschmack. Ich konnte seine Gedanken lesen, sah den Teppichklopfer auf meine noch weißen Bäckchen niedersausen. Dicht hinter ihm kam Fabian.
"Na, meine Süße?"
Torsten nahm mich in den Arm und drückte mich so fest an sich, daß mir die Luft wegblieb.
"Hast du wieder geschlafwandelt?"
Er küsste mich auf die Wange und raunte mir dann ins Ohr:
"Komm du mir nur nach Hause!"
"Aber..."
Ein Blick in seine Augen und mir erstarb jedes Wort. Ich brauchte nichts mehr zu sagen.
"Lass dich knuddeln."

Fabian legte seinen Arm um meine Schultern und zog mich ein Stück weg zu seinem Auto. Er drückte mir eine Jogginghose in die Hand.
"Anziehen!" befahl er streng. "Wenn ich wegen dir auch nur einen Strafzettel bekomme, irgendwas an dem Auto verändern muß oder jetzt auch nur ein dummer Spruch kommt, machen wir drei die Nacht zum Tag!"
'Super! Könnte ich jetzt bitte etwas Gift haben? Ich will nicht nach Hause!'
Konnte hier jemand meine Gedanken lesen? Nein? Das war ja Spitze.

Ich ging wieder zu Torsten und den Polizisten, hielt mich aber bewußt im Hintergrund.
"Wisst ihr jetzt wer ich bin?"
Ich kicherte nervös und brannte mir noch eine Zigarette an.
"Können wir den Budenzauber hier dann beenden damit ich endlich in die Heia komme? Ich muß in vier Stunden wieder in der Uni sein."
Ich sah wütend drein.
"Sie können gehen."
Der Polizist gab mir meine Papiere.
"Aber um das Fahrzeug" er zeigte auf Fabians Opel, "werden wir uns erst noch kümmern."

Ich schluckte, zupfte den jüngeren Polizisten am Ärmel und zog ihn ein Stück mit mir.
"Du, sag mal, liegt dir was an meiner Gesundheit?"
Er nickte.
"Ja, warum?"
"Dann lasst die Finger von Fabians Auto, bitte!"
Ich sah ihn flehend an. Er sah an mir herunter.
"Okay, du hast Recht, es ist doch schon ganz schön früh geworden."
Ich lächelte ihn dankbar an und ging dann zurück zu den anderen.

Der Nachtwind war feucht und warm, die Straßen jetzt fast schon gespenstisch still. Nur die fünf dunklen Gestalten und zwei Glühwürmchen, die bei näherer Betrachtung als Zigaretten ausgemacht werden konnten, waren zu sehen. Diese Stille machte mir Angst und ließ mich meiner Situation erst so richtig bewußt werden.

In dem Moment riss die Wolkendecke auf und das gleißende weiße Licht des Mondes fiel auf mich hernieder. Oh wie passend! Ich war die Auserwählte, diejenige, der in wenigen Minuten die ungeteilte Aufmerksamkeit zweier Männer gehören würde. Ich verabschiedete mich lieb von den Polizisten und versprach, daß man sich so schnell sicher nicht wieder über den Weg laufen würde. Den Strafzettel für zu schnelles Fahren steckte ich zähneknirschend ein.
"Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten, Herr Wiedemann, und passen Sie besser auf Ihre Freundin auf. Ihre Klappe ist ja waffenscheinpflichtig."
'Danke, das mußte ja jetzt noch sein. Ich hab ja auch noch nicht genug Ärger.'

Ich stieg ins Auto und vermied jeglichen Blickkontakt mit Torsten.
"Tja, Süße, ich an deiner Stelle, würde ja nachher nicht in die Uni gehen wollen. Aber du weißt ja, was passiert, wenn du schwänzt. Nicht wahr?"
Dieser Hohn in seiner Stimme, sein starrer unerbittlicher Blick... Ich wollte mich im Wohlgefallen auflösen.
"Kann ich nicht lieber nach Hause laufen? Bewegung tut gut und ist gesund. Du weißt doch wie gerne ich jogge."
Torsten reagierte gar nicht.
"Zu schnelles Fahren, keine Papiere, fast nackt... Soll ich weitermachen und die dicke Lippe erwähnen, die du riskiert hast? Du hast wirklich Mut, meine Süße. Du weißt schon, daß sich das diesmal nicht mit ein paar harmlosen Klapsen auf den Po klären lässt?"
Toll, er stellte mir eine Frage, deren Beantwortung mich nur noch mehr reinreißen würde. Ich verfluchte ihn. Ich liebte Torsten über alles, hätte ihm sofort mein Leben anvertraut, aber jetzt in diesem Moment, hatte ich einfach nur Angst, und das ganz offensichtlich nicht ohne Grund.
"Dabei dachte ich, ich bekomme noch einen Kuss auf die Stirn, einen Klaps auf den Po und du bringst mich dann ins Bett."

Torsten bremste hart und ohne jede Vorwarnung. Fabian hatte mächtig zu rudern um uns nicht noch ins Auto zu fahren. Mit quietschenden Reifen kam er neben uns zum Stehen.
"Spinnst du, Alter? Was soll das?"
"Ich muß noch einen kleinen Umweg fahren."
Torsten gab ihm den Schlüssel für unsere Wohnung.
"Wir kommen dann nach, haben noch was zu tun."
Ich schluckte. Was hatte er jetzt schon wieder vor?

Torsten fuhr mit mir zum Park. Ich kannte diese Stelle. Hier hatten wir oft Sex. In lauen Sommernächten war mir der Sex im Schlafzimmer einfach zu langweilig.
"Komm, steig aus!"
Seine Stimme war kalt. Ich gehorchte und folgte ihm.
"Torsten? Mir ist jetzt nicht nach Sex."
Torsten lief weiter.
"Wer spricht denn hier von Sex? Süße, deine Gedanken möchte ich manchmal haben. Jetzt kann ich auch verstehen warum du manchmal so einen Unsinn machst. Vor lauter Blödsinn ist in deinem Kopf doch gar kein Platz für klare Gedanken."

An einem Haselstrauch blieb er stehen und drückte mir sein Taschenmesser in die Hand. Dann zeigte er auf einen der Zweige, die man im Mondlicht und der aufkommenden Morgendämmerung schon recht gut erkennen konnte.
"Abschneiden!"
Zitternd kam ich dieser Aufforderung nach.
"Den auch... Und den... Und den...!"
Ich schnitt die vier Zweige und sah ihn dann ängstlich an.
"Schälen!"
Ich ging zu einer Bank, setzte mich und begann dann die Zweige zu schälen. Der Duft der frischen Zweige stieg mir in die Nase. Ich genoss es. Zwischen meinen Beinen kochte die Leidenschaft, mein Po kribbelte, in meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken und...
"Pass doch auf!"

Torsten holte mich zurück in die Realität.
"Sieh was du gemacht hast!"
Ich blickte auf meine Hände. Über meine linke Hand lief Blut. Ich hatte es in meiner Traumwelt nicht mitbekommen, hatte nicht bemerkt, daß ich mich geschnitten hatte. Torsten schüttelte den Kopf.
"Wenn man dich mal was alleine machen lässt. Frauen und Technik."
Ich sah beschämt zu Boden, machte dann aber weiter.
"Nun hör schon auf, es reicht, daß du dich einmal geschnitten hast. Noch einmal mehr muß nicht sein. Abmarsch zum Auto!"

Ich ging zum Auto, fühlte mich jetzt erst so richtig schuldig. Verloren saß ich in meinem Sitz, todmüde, den absoluten Wahnsinn vor Augen und das Wissen, daß ich frühestens Samstagmorgen gegen 4:00 Uhr zum Schlafen kommen würde. Zu allem Überfluss war nämlich für den heutigen Abend noch eine Party angesagt. Ich verfluchte mein Leben, meine Freunde, mich.

"Kann ich dann erst noch einen Kaffee haben, bitte? Ich bin doch so müde."
Torstens Blick war plötzlich so liebevoll, fast sanft.
"Natürlich bekommst du einen Kaffee, mein Schatz."
Ich bekam sogar einen Kuss auf die Wange. Da war sie wieder, die Wärme, die ich seit unserem Treffen so sehr vermisst hatte. Ich fühlte wieder, wie die Gefühle erwachten, die Angst dem Verlangen wich. Ich stieg aus und die wenigen Stufen zum Eingang nach oben. Ich hatte wieder meine geliebten Schmetterlinge im Bauch, stand der bevorstehenden Bestrafung ganz anders, offener, gegenüber. Ich war bereit, die Strafe als solche zu akzeptieren.

Ich stieß die Tür auf und ging ins Wohnzimmer. Fabian hatte bereits Kaffee gemacht und sah mich streng an. Unsicher trat ich ein.
"Du weißt, daß das nicht so ganz okay was du gemacht hast? Um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Wir werden dich beide gemeinsam bestrafen. Du kennst das ja, doch diesmal wird es ganz anders laufen. Ich werde deine Bäckchen vorwärmen und dann dafür Sorge tragen, daß du von der Bestrafung mit den Ruten auch etwas merkst. Diese Strafe wird dann allerdings von Torsten vorgenommen. Zu deinem Glück konntest du die Durchsuchung meines Autos ja noch einmal verhindern. Ach ja, bevor ich es vergesse, versuche gar nicht erst, dich vor der Party heute Abend zu drücken. Sonst werde ich erst richtig böse!"

Okay, ich lebe mit zwei Männern zusammen und habe damit überhaupt kein Problem. Beiden Männern zeige ich mich nackt, Sex und überhaupt körperliche Zärtlichkeiten lebe ich jedoch nur mit einem aus. Wollte man mich dafür verurteilen? Mich als pervers bezeichnen? Welche Frau träumte nicht von einer solchen Beziehung? Welcher Mann hätte nicht gern mit zwei Frauen zusammengelebt und dabei noch ganz andere Dinge getan? Fabian ist unser gemeinsamer bester Freund, Berater in sämtlichen Lebenslagen. Er genießt sein Leben in vollen Zügen, wechselt regelmäßig seine Partnerinnen und lebt, solange er keine feste Partnerin, "die eine fürs Leben", wie er immer zu sagen pflegte, gefunden hat, mit in unserer Wohnung.

Er hat ein eigenes Zimmer, nutzt das Gästebad, wird von uns wie ein Bruder behandelt. Hmmm, was sollt diese Erklärung? Habe ich ein schlechtes Gewissen? Nein und dafür gibt es auch keinen Grund. Beide Männer haben ein gewisses Züchtigungsrecht an meiner Person, von dem sie hin und wieder gemeinsam Gebrauch machen. Ich fühle mich wohl als Henne im Korb. Irgendwie ist es also nur eine WG in der wir leben.

Ich setzte mich also, nahm mir einen Kaffee und trank ihn langsam. Mein Blick ging von Fabian zu Torsten und wieder zurück. Tauschten die Männer vielleicht Gedanken aus ohne sie laut zu äußern? Sie schienen sich zu verstehen, einig zu sein.

Nachdem ich meinen Kaffee getrunken hatte, stand ich ohne nochmalige Aufforderung auf, zog die Jogginghose aus und das Höschen runter. Ich ging zu Fabian, stellte mich neben seinen Sessel und wartete geduldig bis dieser seinen Kaffee getrunken hatte und für mich bereit war. Dann legte ich mich über.

Sanft strichen seine Hände über meine zitternden Bäckchen. Er küsste sie und holte dann aus. Ich konnte seine Hand im gegenüberstehenden Glasschrank sehen. Die Pranke, die fast die Hälfte meiner Bäckchen bedeckte, hatte er fast auf Kopfhöhe erhoben. Ich bebte kurz vor Angst, spürte wie mich eine Gänsehaut überzog, dann spürte ich den ersten Schlag. Ich biss die Zähne zusammen, wollte nicht zeigen wie sehr er mir weh tat.

Die ersten zehn Schläge nahm ich fast ruhig hin. Dann begann ich zu wimmern, zu weinen. Unaufhörlich liefen mir die Tränen, tropften leise auf den Boden. Ich schämte mich für den Ärger, den ich den beiden gemacht hatte. Fabian verlor die ganze Zeit über kein Wort und Torsten saß am Tisch und rauchte in aller Ruhe. Ich hätte jetzt gern mit ihm getauscht. Wollte sehen was er sah, fühlen was er fühlte. Auch ich wollte immer mal bei einer Züchtigung zusehen. Leider bin ich immer das Objekt der Begierde.

Fabian gab mir 50 Schläge und ließ mich dann aufstehen.
"Beug dich über den Tisch!"
Ich gehorchte ohne Widerworte, wollte nicht noch mehr Ärger riskieren. Ich beugte mich also über die schmale Seite des Tisches. Mein Blick fiel auf die Uhr. 6:50 Uhr - in zwei Stunden mußte ich in der Uni sein, wenn ich nicht zu spät kommen und den nächsten Ärger haben wollte.

Fabian stellte sich so auf, daß er meine Hände halten und mir in die Augen sehen konnte. Ich saugte mich an seinem Blick fest, suchte darin Halt, Liebe, einfach Zuneigung. Sein Blick war starr, und doch, ich erblickte den kleinen schwarzen Punkt in seinen Augen. Ich mag seine Augen - auch wenn er noch so böse auf mich herab sieht, schwingt in ihnen doch immer etwas Wärme mit, findet sich immer etwas, das mich an Zuneigung glauben lässt.

Torsten legte eine der Ruten quer über meinem Po ab. Ich konnte hören wie er seinen Ärmel hochkrempelte. Noch einmal bebte mein Körper. Torsten nahm die Rute auf und ließ sie probehalber durch die Luft sausen.
'Ja, zeig mir, daß du allein die Macht über mich hast! Demonstrier mir deine Stärke!'
Diese Gedanken schrieen durch meinen Kopf, doch ich sprach sie nicht aus, brauchte es nicht. Mein Körper sprach seine eigene Sprache. Eine Sprache, die jeder verstand, jeder riechen konnte. Ich ließ mich fallen.

Noch einmal fauchte die Rute durch die Luft. Ein grausames Zischen und dann ihr Biss, ein grausamer Schmerz breitete sich aus. Es tat weh, brannte höllisch. Ich riss an Fabians Händen, wollte aufspringen, doch ich hatte keine Chance. Fabian hielt mich fest, suchte meinen Blick und fand ihn. Sein Blick schien zu sagen:
"Du schaffst das schon!"
Allein, mir fehlte der Glaube daran.

Immer und immer wieder biss diese verdammte Rute zu! Strieme um Strieme zog sich über meine Bäckchen. Ich wollte diesen Schmerz aus meinem Hirn verbannen, wollte mich seiner Macht entziehen, kämpfte dagegen an bis zur absoluten Erschöpfung und mußte mich dann doch geschlagen geben. Gegen diesen Schmerz hatte ich einfach keine Chance.

Nach zwanzig Schlägen gab Fabian mich frei. Wie leblos blieb ich liegen, gefangen in meinem Körper, der den Schmerz einerseits so wahnsinnig genoss, andererseits doch so sehr dagegen ankämpfte. Ich war gefesselt, hörte in mich hinein, auf das Schreien, das Wimmern aber auch auf das Flehen nach Erlösung, Liebe, Streicheleinheiten, Zärtlichkeiten. Ich lag da und weinte. Ich schrie nicht, zappelte nicht, weinte nur. Heiß waren die Tränen, jede einzelne eine Erlösung, ein Lichtblick am Horizont.

Mühsam erhob ich mich, stand auf wackligen Beinen, die mir jeden Moment den Dienst zu versagen drohten, doch auch mit einem gewissen Stolz im Blick. Ich hatte die mit Abstand schlimmste Strafe meines Lebens überstanden.

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